Mobile Wettanbieter 2026: Diese zehn Anbieter haben eine deutsche Erlaubnis und funktionieren auf dem Smartphone

Updated Oktober 2026
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Stand: Oktober 16, 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Eine Hand hält ein Smartphone mit dunklem Display in einem Zug, am Fenster ziehen verschwommen Felder vorbei.
In der App-Store-Beschreibung von bet365 steht der „Wetten-Konfigurator+“, der die beliebtesten Wettmöglichkeiten ausgewählter Veranstaltungen in einer Wette kombiniert.

Wer in Deutschland per Smartphone wettet, braucht zuerst einen Blick auf die Erlaubnis, nicht auf den App-Store-Stern. Die Frage, welcher mobile Wettanbieter der beste ist, entscheidet sich an drei Stellen: an der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, an dem, was die App auf dem eigenen Telefon tatsächlich kann, und an den Regeln, die unabhängig vom Gerät gelten. Wer das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat, die OASIS-Abfrage und die eingeschränkten Live-Märkte ignoriert, kann auf dem besten Design noch verlieren.

Dieser Text geht die mobile Seite des deutschen Sportwettenmarkts so durch, wie ein Kunde sie nutzt: erst die Regeln, dann das, was eine App auf dem Touchscreen leisten muss, dann die Anbieter im Vergleich. Wer nur den Anbietervergleich sucht, springt direkt zur Übersicht; die ersten Abschnitte liefern das, was die Tabelle nicht zeigen kann.

Was eine seriöse mobile Wett-App in Deutschland ausmacht

Eine Wett-App ist erst dann eine seriöse Adresse, wenn sie zu einem Anbieter gehört, der auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder steht. Die Whitelist ist die einzige belastbare Quelle für eine gültige Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Eine .de-Domain allein beweist nichts; eine Malta-Erlaubnis ebenfalls nicht. Was zählt, ist der Eintrag in Halle (Saale).

Ein Fußball liegt auf einem Rasenplatz bei Sonnenaufgang, daneben ein kleiner Stapel Trainingshütchen.
Laut App-Store-Beschreibung überträgt bet365 jedes Jahr Hunderttausende Veranstaltungen per Livestream.

Daraus folgt die Reihenfolge der Prüfung, die jeder für sich wiederholen sollte: erst Whitelist, dann App-Funktionen, dann Bonus. Wer die Whitelist überspringt, spart keine Zeit, sondern verliert sie an die Rechtsunsicherheit.

Die Regeln, die in der App genauso gelten wie am Rechner

Das Gerät ändert die Regeln nicht. Eine App ist rechtlich eine Oberfläche für dieselben Sportwetten, die der Anbieter auch im Browser anbietet. Was am Schreibtisch gilt, gilt auf dem Sofa, in der S-Bahn und im Stadion. Die folgenden Punkte tauchen auf jeder seriösen App wieder, und sie entscheiden, was ein Kunde auf dem Smartphone überhaupt machen darf.

Ein schmaler Schreibtisch am Fenster mit einem Notizbuch, einer Lupe und einem Bleistift im Morgenlicht.
Die GGL-Whitelist führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Anbieter und Erlaubnis. Die Whitelist der GGL listet die Domains, die eine Sportwetten-Erlaubnis besitzen. Wer eine andere Domain ansteuert oder eine App außerhalb der Stores lädt, ist außerhalb der Whitelist — und damit nach § 4 Abs. 1 GlüStV im Unerlaubten Glücksspiel. Die GGL hat im September 2026 erneut vor illegalen Angeboten gewarnt und konkrete Plattformen genannt.

Alter und Identität. Teilnehmen darf, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden mit maximal 100 € Einzahlung spielen lassen, und Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich. Nach der Verifizierung gilt: ein Konto pro Anbieter, Auszahlungen nur auf das eigene Zahlungskonto bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz.

Einzahlungslimit. Die LUGAS-Limitdatei setzt die Obergrenze: 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, in der Voreinstellung. Wer nachweisen kann, dass er wirtschaftlich mehr tragen kann, kann beim Anbieter einen höheren Satz vereinbaren — bis 10.000 €, in seltenen Ausnahmen bis 30.000 €. Eine Selbsterklärung reicht dafür nicht. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.

OASIS und Aktivitätsdatei. Jede Anmeldung und jeder Login läuft gegen das Spielersperrsystem OASIS. Wer dort mit einer Selbstsperre geführt wird, kommt nicht rein. Die Aktivitätsdatei verhindert paralleles Spielen bei mehreren Anbietern gleichzeitig. Beide Abfragen laufen in der App genauso wie am Rechner.

Panikbutton. § 6i Abs. 3 verlangt eine sofortige Sperre von 24 Stunden auf Knopfdruck. Sie liegt je nach Anbieter im Profil, im Hilfemenü oder im Footer.

Auszahlung. Nicht genutztes Guthaben wird bei Kontoschließung innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Das ist die Untergrenze. Wer eine App öffnet und keine dieser Stellen findet, sollte sich fragen, ob die App zur Whitelist passt.

Was die Steuer von 5,3 % mit der Quote macht

Die Sportwettensteuer ist eine Sache des Anbieters, nicht des Kunden. Sie fällt nach §§ 16 bis 25 RennwLottG auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst an (rund 5 % des eingezahlten Betrags). Geschuldet wird sie vom Veranstalter, nicht vom Spielenden. Was am Wettschein ankommt, ist die Entscheidung des Anbieters: ob er die Steuer vom Einsatz abzieht, vom Gewinn, oder sie schluckt und die Quote entsprechend kürzt.

Wer wissen will, wie viel auf dem Wettschein übrig bleibt, schaut in die AGB des Anbieters oder testet einen kleinen Betrag. Eine pauschale Aussage „5,3 % vom Einsatz“ trifft nicht zu, weil die Weitergabe Sache des Hauses ist. Wer ein Angebot mit „100 % Bonus“ bewertet, muss diesen Posten mitdenken, weil der Brutto-Einsatz, auf dem der Bonus berechnet wird, nicht identisch mit dem Netto-Einsatz ist, der nach Steuer ins Spiel geht.

Was an Livewetten über das Smartphone erlaubt ist

Livewetten sind über die App grundsätzlich möglich, aber ihr Spielraum ist kleiner als vielfach angenommen. § 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächstes Tor“ im Fußball geht; „nächster Punkt“ im Tennis geht nicht. „Nächster Korb“ im Basketball geht ebenfalls nicht.

Wetten auf das nächste Tor sind dadurch nicht ausgeschlossen, dass die App sie anbietet; sie sind nur ausgeschlossen, wenn sie gegen § 21 Abs. 4 verstoßen. Lizenzierte Anbieter zeigen die erlaubten Märkte, unerlaubte filtern sie aus. Wer ein „nächster Punkt“-Angebot sieht, hat entweder einen Anbieter ohne Erlaubnis vor sich oder einen Sonderfall, den der Anbieter aus eigener Sicht für zulässig hält.

Ausgeschlossen sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als amateurhaft), auf manipulationsanfällige Konstellationen und auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind unzulässig. E-Sports ist nach GGL kein Sport; lizenzierte E-Sports-Wetten existieren in Deutschland nicht.

Gewinne aus Livewetten werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt — der Wettschein bleibt so lange offen, wie das Spiel läuft.

Was eine App auf dem Smartphone können muss

Die Lizenz ist die Eintrittskarte; die App-Qualität entscheidet, ob das Wetten auf dem Telefon Spaß macht oder Frust. Beim Test auf dem Touchscreen zählen vier Dinge: Übersicht, Ladegeschwindigkeit, Wettschein und Hinweise. Wer diese vier beherrscht, hat den mobilen Alltag im Griff; wer sie nicht beherrscht, verliert den Wettvorgang schon vor dem Tipp.

Übersicht. Die Startseite einer Sportwetten-App zeigt Ligen, Live-Spiele und die eigenen Wetten. Was oben steht, ist beliebt; was unten verschwindet, hat der Anbieter nicht im Fokus. Für den mobilen Alltag zählt, ob die Top-Ligen und die eigenen Lieblingsmärkte in einem oder zwei Taps erreichbar sind. Wer drei Ebenen tief klicken muss, um an die Bundesliga zu kommen, kämpft gegen die App.

Ladegeschwindigkeit. Quoten ändern sich Sekunde um Sekunde. Eine App, die zwei Sekunden zum Aufbau einer Seite braucht, verliert Pre-Match-Quoten und verliert im Live-Modus vollends. Wer mit schlechtem Netz in der S-Bahn sitzt, weiß, wie schnell eine Quote weg ist, während die App noch lädt.

Wettschein. Der Wettschein ist das eigentliche Arbeitsmittel. Er muss Einsatz, mögliche Auszahlung, möglichen Gewinn, die Quote und alle Bedingungen auf einen Blick zeigen. Eine App, die den möglichen Gewinn erst nach dem Antippen zeigt, kostet Zeit. Eine App, die beim Kombi-Tipp die Multiplikation nicht nachvollziehbar darstellt, lädt zu Fehlern ein.

Hinweise. Cash Out, Live-Statistik, Livestream — alles ist Bonus, wenn die Hinweise sauber sitzen. Wer nicht auf den ersten Blick sieht, ob ein Spiel übertragen wird oder ob der Cash-Out-Button verfügbar ist, tippt auf Verdacht.

Vier Funktionen, die in den App-Beschreibungen der Anbieter immer wiederkehren, sind mehr als Marketing:

Cash Out und Teil-Cash-Out. Damit lässt sich eine laufende Wette ganz oder teilweise vorzeitig auszahlen. § 21 enthält keine Regel dazu; es ist eine reine Anbieter-Funktion. Bei MERKUR BETS ist der Cashout nach Abgabe der Wette jederzeit nutzbar, der Betrag wird aber erst nach Ende aller Spiele des Scheins ausgezahlt. Das ist nicht selbstverständlich: Manche Anbieter zahlen sofort, andere erst nach Abrechnung. Sportwetten.de listet eine Cash-Out-Liste mit Teil-Cash-Out in der App; bwin wirbt mit manuellem und automatischem Cashout; Interwetten nennt Cash Out in der App-Beschreibung.

Livestream. Wer Streams sehen will, achtet auf zwei Bedingungen: das übertragene Programm und die Voraussetzungen. bet365 überträgt nach App-Store-Angabe „Hunderttausende Veranstaltungen“ im Jahr; Betano nennt LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL und macht den Stream verifizierten Kunden mit einem Mindestguthaben zugänglich. Wer nur Streams will, schaut in die App-Beschreibung.

Wetten-Konfigurator / Bet Builder. Wer mehrere Märkte eines Spiels in einer Wette kombinieren will, findet das bei bet365 als „Wetten-Konfigurator+“, bei Betano als „Bet Builder“, bei bwin im „Kombi-Boost“. Funktion und Name variieren; die Logik ist überall dieselbe.

Anmeldung per Face ID oder biometrisch. Sportwetten.de erlaubt die Anmeldung per Face ID. Das spart Passwort-Tippen auf dem Telefon und ist ein Beispiel dafür, wie eine App das mobile Erlebnis an das Gerät anpasst, statt es nur als geschrumpfte Webseite auszuliefern.

Wer diese vier Punkte und die vier Funktionen beachtet, hat einen klaren Blick darauf, was eine App auf dem eigenen Telefon tatsächlich leistet.

Wie wir die mobilen Wettanbieter vergleichen

Der Vergleich geht vom deutschen Recht aus, nicht von der Werbung. Eine App, die mit „boosted odds“ wirbt, aber keine Erlaubnis hat, fällt durch. Eine App mit Erlaubnis, die auf dem Handy stottert, fällt ebenfalls durch. Die folgenden vier Kriterien entscheiden, wer in die Spitzengruppe rutscht und wer nur in der Liste steht.

Erlaubnis und Anbieter. Nur wer auf der GGL-Whitelist steht, kommt in den Vergleich. Innerhalb der Whitelist unterscheidet die Erlaubnis nicht zwischen „groß“ und „klein“; sie ist da oder sie ist es nicht. Der Anbieter ist die juristische Person, die die Erlaubnis hält — bei MERKUR BETS die Merkur Bets Malta Limited, bei NEO.bet die Greenvest Betting Limited, bei Sportwetten.de die NetX Betting Limited. Wer den Anbieter wissen will, schaut in die App-Beschreibung oder in die Whitelist.

Datum der Erlaubnis. Eine lange laufende Erlaubnis heißt nicht „besser“, aber sie zeigt, wie lange der Anbieter den deutschen Markt schon bedient. ODDSET ist seit 1. Januar 2020 Veranstalterin, online seit Anfang 2023. NEO.bet, Sportwetten.de, Interwetten, 888sport und bpremium haben ihre Erlaubnis zwischen Oktober 2020 und Juni 2021 erhalten; MERKUR BETS und VBet sind später dazugekommen. Die Tabelle führt das Datum der Ersterlaubnis und, wo vorhanden, das Datum der Folgeanträge mit.

App-Funktionen. Cash Out, Livestream, Bet Builder, biometrische Anmeldung, Live-Statistiken — was eine App kann, steht in der Beschreibung im App Store, und sie ist Teil des Vergleichs, nicht nur Beiwerk.

Zahlungsmethoden. Welche Marken eine App akzeptiert, ist Sache des Anbieters. bet365 nennt Debitkarte, PayPal, paysafecard. Betano nennt Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten. Was davon tatsächlich auf dem deutschen Konto zur Verfügung steht, prüft die App am Login.

Wer diese vier Kriterien liest, versteht auch, warum die Tabelle in der nächsten Sektion keine Spalte „Bonus“ enthält: Boni sind Sache der AGB und ändern sich wöchentlich; die anderen vier Kriterien stehen seit der Erlaubnis und sind beständiger.

Die zehn Anbieter im Überblick

Die folgende Übersicht zeigt die Anbieter, die auf der Whitelist der GGL vom 2. Oktober 2026 für die jeweilige .de-Domain eine Sportwetten-Erlaubnis haben, mit dem Anbieter, den die Whitelist nennt, und dem Datum der Ersterlaubnis.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
NEO.bet Whitelist-Eintrag für NEO.bet; Anbieter Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Betway Whitelist-Eintrag für Betway.de; Anbieter Betway Limited 09.03.2021
Tiptorro Whitelist-Eintrag für Tiptorro.de; Anbieter Torro Tec Limited 30.06.2021
ODDSET Whitelist-Eintrag für Oddset.de; Anbieter Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
VBet Whitelist-Eintrag für Vbet.de; Anbieter SCGO Limited 05.12.2023
Sportwetten.de Whitelist-Eintrag für Sportwetten.de; Anbieter NetX Betting Limited 19.11.2020
Interwetten Whitelist-Eintrag für Interwetten.de; Anbieter Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
MERKUR BETS Whitelist-Eintrag für MERKUR BETS; Anbieter Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
888sport Whitelist-Eintrag für 888sport; Anbieter 888 Germany Limited 30.06.2021
bpremium Whitelist-Eintrag für Bpremium.de; Anbieter Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020

Die Spalte „seit“ zeigt das Datum der Ersterlaubnis. Bei mehreren Anbietern ist nach der Ersterlaubnis ein Folgeantrag zu einem späteren Datum genehmigt worden; das gehört zur Erlaubnis und ist im jeweiligen Whitelist-Eintrag nachzulesen. Die Whitelist führt kein Enddatum, also kein Ablauf — wer dort steht, ist erlaubt, bis die Behörde etwas anderes veröffentlicht.

Was die Tabelle nicht zeigt, ist die App-Qualität. Die kommt in der nächsten Sektion. Wer nur die Lizenz-Frage klären will, hat mit dieser Übersicht alles, was nötig ist.

NEO.bet: schlanke App mit deutscher Erlaubnis seit 2020

Die NEO.bet-App nennt sich im App Store „lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz“ und führt als Anbieter die Greenvest Betting Limited. Die Erlaubnis für NEO.bet läuft seit dem 9. Oktober 2020; ein Folgeantrag wurde am 22. Dezember 2022 genehmigt.

Die App bietet Live-Quoten, Live-Wetten, Cashout und Teil-Cashout. Damit ist das mobile Nötige da: vor dem Spiel tippen, während des Spiels nachjustieren, vor dem Ende aussteigen, wenn die Quote passt. Wer auf eine schmale Oberfläche Wert legt und nicht durch Spielshows und Casino-Beigaben blättern will, findet hier eine auf das Wesentliche konzentrierte App. Wer Casino will, ist hier ohnehin falsch.

Wer das Vertrauen in eine kleine Marke mit deutscher Erlaubnis sucht und bereit ist, vor dem ersten Tipp die App-Beschreibung zu lesen, ist hier richtig. Wer eine breite Sportarten-Palette oder Casino im selben Konto erwartet, schaut weiter.

Betway: Livestream und Livewetten als App-Kern

Die Betway-App „Betway Sports Live Sportwetten“ nennt im App Store die Digital Outsource International Limited als Anbieter und verweist auf eine „Deutsche Lizenz (Whitelist)“. Die Erlaubnis für Betway.de läuft seit dem 9. März 2021, der Folgeantrag wurde am 23. Dezember 2022 genehmigt.

Die App-Beschreibung hebt Livewetten und Livestreams hervor. Damit spricht sie den Kunden an, der nicht nur tippen, sondern das Spiel auf dem Telefon mitverfolgen will. Die App ist schmal gehalten, ohne Casino-Spielraum im selben Konto. Wer beides — Sport und Casino — auf einer Oberfläche will, sucht bei MERKUR BETS, wo die App Slots und Sportwetten vereint.

Wer Livewetten mit Stream kombinieren will und auf eine App mit deutscher Erlaubnis Wert legt, liegt hier richtig. Wer Casino im selben Konto will, sollte sich anderweitig umsehen.

Tiptorro: behördlich zugelassener Anbieter mit deutscher Aufsicht

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited (Malta) angeboten; die Entwicklerbeschreibung bezeichnet sich als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Whitelist)“. Die Erlaubnis für Tiptorro.de läuft seit dem 30. Juni 2021, der Folgeantrag wurde am 27. Dezember 2022 genehmigt.

Tiptorro ist eine Marke, die in Deutschland vor allem über den stationären Buchmacher bekannt ist; die App bringt das Angebot aufs Smartphone, ohne den Auftritt der Marke zu verwässern. Wer den klassischen Buchmacher-Look auf dem Telefon erwartet und die Erlaubnis geprüft haben will, ist hier richtig. Wer eine reine Online-Marke sucht, findet sie anderswo.

Wer den klassischen Buchmacher kennt und auf dem Smartphone denselben Auftritt will, ist hier richtig. Wer ein Quoten-Highlight sucht, sollte die Quoten selbst vergleichen.

ODDSET: staatliche Wurzeln, online seit 2023

Die ODDSET Sportwetten GmbH ist nach eigener Angabe seit dem 1. Januar 2020 Veranstalterin der ODDSET Sportwette und führt das Sportwettenangebot der staatlichen Lotteriegesellschaften fort. Online ist das Angebot seit Anfang 2023 über Oddset.de und die ODDSET-App erreichbar. Die Erlaubnis für Oddset.de läuft seit dem 18. November 2020, der Folgeantrag wurde am 15. Dezember 2022 genehmigt.

Die App trägt das staatliche Erbe im Auftritt: nüchtern, ohne den Marketing-Rummel der privaten Anbieter, mit dem Fokus auf das, was in den Annahmestellen lief. Wer mit der Marke aus dem Kiosk groß geworden ist und denselben Auftritt auf dem Handy will, ist hier richtig. Wer nach „Boosts“ und Showwetten sucht, schaut weiter.

Wer den klassischen Lotterie-Auftritt schätzt und die App des Anbieters nutzen will, der das Sportwetten-Angebot der staatlichen Lotterien fortführt, ist hier richtig. Wer ein App-Store-Highlight sucht, ist hier falsch.

VBet: später Erlaubnis, klare App-Struktur

VBet wird in Deutschland von der SCGO Limited betrieben; die Whitelist verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für Vbet.de seit dem 5. Dezember 2023. Der Sitz: Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, St. Julian’s, Malta.

Die App ist auf den ersten Blick schlank und bietet das Übliche: Pre-Match, Live, Wettschein. Wer einen Anbieter mit Erlaubnis und ohne überfrachtete App sucht, sollte einen Blick riskieren. Wer eine breite Live-Übertragung erwartet, prüft die App-Beschreibung vor dem ersten Tipp.

Wer einen Anbieter mit etwas jüngerer deutscher Erlaubnis sucht und die App vor der ersten Einzahlung testen will, ist hier richtig. Wer auf eine Marke mit langer deutscher Geschichte Wert legt, schaut auf einen Anbieter mit Ersterlaubnis vor 2021.

Sportwetten.de: Cash-Out-Liste und Face ID in der App

Die Sportwetten-App von Sportwetten.de enthält eine Cash-Out-Liste mit Teil-Cash-Out, einen Live Match Tracker, PayPal-Einzahlungen und Anmeldung per Face ID; als Anbieter ist die NetX Betting Limited genannt. Die Erlaubnis für Sportwetten.de läuft seit dem 19. November 2020, der Folgeantrag wurde am 16. Dezember 2022 genehmigt.

Die App bedient das mobile Erlebnis konsequent: kein Passwort-Tippen dank Face ID, Cash-Out-Liste als eigene Ansicht, Live-Statistik statt nur Anzeigetafel, PayPal als Zahlungsweg ohne Umweg. Wer das nüchterne Erlebnis mit allen mobilen Standards sucht, ist hier richtig. Wer Casino im selben Konto will, ist hier falsch.

Wer auf eine App Wert legt, die das Telefon-Erlebnis konsequent nutzt — biometrische Anmeldung, strukturierte Cash-Out-Liste, PayPal als Zahlungsweg — und dabei die deutsche Erlaubnis behält, ist hier richtig. Wer Casino im selben Konto sucht, wird hier nicht fündig.

Interwetten: Cash Out in der App, Erlaubnis seit 2020

Die App „Interwetten: Sportwetten DE“ wird im Apple App Store von der Interwetten Gaming Ltd angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt eine Cash-Out-Funktion sowie Top-Quoten für Live- und Pregame-Wetten. Die Erlaubnis für Interwetten.de läuft seit dem 2. November 2020, der Folgeantrag wurde am 27. Dezember 2022 genehmigt.

Interwetten trägt einen klassischen Online-Auftritt ins Handy: Cash Out, Live, Pre-Game. Wer den Namen aus den frühen 2000ern kennt und denselben Anbieter auf dem Telefon will, ist hier richtig. Wer das Live-Programm im Detail sehen will, prüft die App-Beschreibung vor dem Tipp.

Wer einen etablierten Online-Anbieter mit deutscher Erlaubnis und Cash-Out in der App sucht, ist hier richtig. Wer Casino-Angebote im selben Konto erwartet, ist hier falsch.

MERKUR BETS: App vereint Sportwetten und Slots

Die MERKUR-BETS-App ist kostenlos für Android und iOS und nennt nach Anbieter-Angabe „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“; sie enthält in derselben App auch MERKUR SLOTS. Der Cashout ist nach Abgabe der Wette jederzeit nutzbar; ausgezahlt wird der Betrag erst, wenn alle Spiele des Scheins beendet und abgerechnet sind. Die Erlaubnis für MERKUR BETS läuft seit dem 6. November 2023.

Die App bündelt zwei Welten: die Spielothek-Marke MERKUR mit ihrem Slot-Angebot und eine Sportwetten-App mit großem Programm. Wer beides auf einer Oberfläche will, hat hier eine der wenigen Lösungen mit deutscher Erlaubnis. Wer nur Sport will, blättert durch mehr, als nötig wäre.

Wer Spielothek und Sport in einer App will und mit der verzögerten Cashout-Auszahlung leben kann, ist hier richtig. Wer ausschließlich Sport will, ist mit einer schlanken App besser bedient.

888sport: bekannte Marke, schmale App

Die 888sport-App wird von der 888 Germany Limited betrieben; die Holding 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die Erlaubnis für 888sport läuft seit dem 30. Juni 2021, der Folgeantrag wurde am 15. Dezember 2022 genehmigt.

Die Marke 888 ist im Casino-Bereich bekannt; die Sportwetten-App trägt diesen Auftritt nicht in den Vordergrund, sondern präsentiert sich als eigenständige Sportwetten-App. Wer die Marke kennt und auf dem Telefon dieselbe Lizenz will, ist hier richtig. Wer eine breite Casino-Sektion erwartet, schaut auf MERKUR BETS.

Wer die Marke 888 kennt und auf dem Smartphone eine seriöse Sportwetten-App mit deutscher Erlaubnis will, ist hier richtig. Wer eine Casino-Integration im selben Konto erwartet, findet hier kein Angebot.

bpremium: Malta-Struktur, deutsche Erlaubnis

bpremium wird in Deutschland von der Ladbrokes (Deutschland) Ltd betrieben; Sitz: Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta; Registernummer C92799 (Nutzungsbedingungen, Fassung vom 3. April 2023). Die Erlaubnis für Bpremium.de läuft seit dem 9. Oktober 2020, der Folgeantrag wurde am 21. Dezember 2022 genehmigt.

Die App trägt den Markennamen bpremium, der in Deutschland weniger bekannt ist als die internationale Marke dahinter. Wer den Auftritt der Ladbrokes-Gruppe schätzt und die deutsche Erlaubnis im selben Konto will, ist hier richtig. Wer die internationale Marke in voller Breite sucht, ist mit einer anderen App besser bedient.

Wer eine deutsche Erlaubnis aus der Ladbrokes-Gruppe will und mit dem schmaleren Markenauftritt leben kann, ist hier richtig. Wer die volle Markenbreite erwartet, sucht eine andere Adresse.

Mobile Boni und ihre Bedingungen

Wer mit dem Handy wettet, fragt schnell nach „speziellen mobilen Boni“. Die Frage hat eine kurze und eine längere Antwort.

Die kurze Antwort: Es gibt keinen mobilen Bonus, der per Gesetz anders behandelt wird als der Bonus am Rechner. Was das GlüStV regelt, ist die Werbung, nicht den Bonus. § 5 Abs. 7 erlaubt Werbung nur Erlaubnisinhabern; § 5 Abs. 3 Satz 1 verbietet Werbung für Slots, Online-Poker und Online-Casino zwischen 6 und 21 Uhr — für Sportwetten gilt das nicht. Es gibt keine gesetzliche Obergrenze für einen Sportwetten-Bonus; keine Pflicht-Mindestquote, keine Pflicht-Umsatzfaktor, keine Pflicht-Frist. Boni sind Sache der AGB des Anbieters.

Die längere Antwort: Was die Anbieter „mobilen Bonus“ nennen, ist meistens der normale Neukunden- oder Bestandskunden-Bonus, der zufällig über die App aktivierbar ist. Wer den Bonus mobil aktiviert, nimmt dieselben Bedingungen mit, die auch am Rechner gelten: Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist, maximale Auszahlung aus einem Gratiswett-Gewinn, erlaubte Märkte.

Wer einen Bonus bewertet, liest die AGB. Wer ohne AGB-Lesen tippt, schenkt dem Anbieter die Bedingung. Das gilt am Rechner genauso wie auf dem Handy.

Was das im Anschreiben die Google-Play-Beschreibung und die App-Store-Beschreibung betrifft: Dort steht, ob ein Bonus „nur mobil“ gilt oder „auch mobil“ gilt. Das ist Information, keine Garantie. Die Bedingungen stehen in den AGB.

Wer wissen will, was ein „100 % Bonus bis 100 €“ auf dem eigenen Konto macht, rechnet selbst: Wer100 € einzahlt und 100 € Bonus erhält, muss den Bonusbetrag X-mal umsetzen, oft mit einer Mindestquote, und das innerhalb einer Frist. Das ist nicht mobil-spezifisch, sondern Standard. Wer eine bestimmte Mindestquote nicht einhält, zählt den Einsatz nicht zum Umsatz; wer die Frist verpasst, verliert den Bonus; wer vor Abschluss des Umsatzes auszahlt, verwirkt den Bonus.

Die kritischen Stellen sind immer dieselben: die Mindestquote, die Frist, die zugelassenen Märkte und der maximale Gewinn aus einer Gratiswette. Wer diese vier Stellen vor dem Tipp kennt, hat den Bonus im Griff.

Schutzregeln in der App: OASIS, Einzahlungslimit und Panikbutton

Die Schutzregeln greifen in der App genauso wie am Rechner. Wer auf dem Handy spielt, hat dieselben Werkzeuge wie am Schreibtisch — nur sind sie auf dem kleineren Bildschirm teils schneller zu erreichen, teils schwerer zu finden. Wer die Werkzeuge kennt, nutzt sie.

OASIS. Die Abfrage gegen das Spielersperrsystem läuft bei jeder Anmeldung und jedem Login. Wer eine Selbstsperre aktiviert hat, kommt nicht in die App. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr.

Einzahlungslimit. Die LUGAS-Limitdatei setzt die Obergrenze von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg. Wer nachweist, dass er wirtschaftlich mehr tragen kann, kann beim Anbieter einen höheren Satz beantragen — bis 10.000 €, in seltenen Ausnahmen bis 30.000 €. Eine Selbsterklärung reicht dafür nicht. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen. Wer auf dem Handy einzahlt, sieht das Limit in der Einzahlungs-Maske.

Panikbutton. § 6i Abs. 3 verlangt eine sofortige Sperre von 24 Stunden auf Knopfdruck. Wo der Button liegt, ist App-spezifisch — meist im Profil, im Hilfemenü oder im Footer. Wer den Button sucht, sollte ihn vor der ersten Einzahlung finden, nicht erst im Ernstfall.

Aktivitätsdatei. Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist nach § 6h verboten. Wer gleichzeitig bei zwei Anbietern angemeldet ist, wird von der Aktivitätsdatei erkannt und ausgesperrt. Das hindert nicht, nach Logout beim nächsten Anbieter zu spielen; es hindert das parallele Tippen.

Beratung. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet unter spielsucht-therapie.de und der telefonischen Beratung anonyme Hilfe. Die Beratung ist unabhängig vom Anbieter und kostenlos. Wer sich unsicher fühlt, muss nicht erst über die App gehen.

Wer eine App nutzt, ohne auf der Whitelist zu stehen

Eine App ohne Whitelist-Eintrag ist nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Das hat drei Folgen, die das mobile Erlebnis deutlich verändern.

Kein OASIS, kein LUGAS. Wer auf einer Offshore-App spielt, ist nicht im Sperrsystem erfasst, nicht in der Limitdatei. Das klingt nach Freiheit, ist aber ein Schutzverlust: keine zentrale Sperre, kein zentrales Limit, kein deutscher Schutzrahmen. Wer die Selbstsperre bei einem deutschen Anbieter aktiviert hat, ist auf der Offshore-App weiterhin spielbereit.

Höhere Limits, weniger Auszahlungssicherheit. Offshore-Anbieter kennen das 1.000-€-Monatslimit nicht und können höhere Einsätze annehmen. Die Auszahlung hängt am Anbieter; eine deutsche Aufsicht greift nicht. Wer auf Auszahlung wartet, wartet auf das, was das Haus ihm zugesteht.

Keine deutsche Rückzahlungspflicht. Die deutsche Rechtsprechung hat in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet; die Frage liegt seit dem 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) beim Bundesgerichtshof und seit den Schlussanträgen des EuGH-Generalanwalts Nicholas Emiliou vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 vor dem Europäischen Gerichtshof. Im konkreten Fall geht es um mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 bei Tipico. Das ist ein laufendes Verfahren, keine Garantie. Wer auf einer Offshore-App spielt, hat keinen vergleichbaren Anspruch.

Strafbarkeit. § 284 StGB bedroht das Veranstalten unerlaubten Glücksspiels mit bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe; § 285 StGB die Teilnahme mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind in Deutschland nicht etabliert — weder ein Freifahrtschein noch ein Grund zur Dramatisierung.

Konsequenz für die App-Wahl. Wer in Deutschland mit dem Smartphone wettet, hat zwei Welten: die Whitelist mit deutschem Schutzrahmen und das, was außerhalb der Whitelist läuft. Wer den Schutzrahmen will, bleibt auf der Whitelist. Wer den Schutzrahmen nicht will, spielt gegen das deutsche Recht.

Häufige Fragen zum mobilen Wetten in Deutschland

Woran erkenne ich, dass eine Wett-App eine deutsche Erlaubnis besitzt?

Eine App besitzt eine deutsche Erlaubnis, wenn die Domain, die die App bedient, auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder steht. Die Whitelist ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV die einzige belastbare Quelle. Der App-Store-Eintrag selbst ist keine Erlaubnis; eine .de-Domain ist keine Erlaubnis; eine Malta-Lizenz ist keine Erlaubnis für den deutschen Markt.

Gelten das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat und die OASIS-Abfrage auch bei Wetten per App?

Ja. Die LUGAS-Limitdatei setzt das 1.000-€-Monatslimit über alle Anbieter hinweg, unabhängig vom Gerät. Die OASIS-Abfrage läuft bei jeder Anmeldung und jedem Login. Wer auf dem Handy spielt, ist an dieselben Regeln gebunden wie am Rechner; das Gerät ändert die Regeln nicht.

Was ist bei Livewetten über das Smartphone erlaubt, und was ist ausgeschlossen?

Erlaubt sind während eines laufenden Ereignisses nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur Wetten auf das Endergebnis und auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächstes Tor“ im Fußball ist erlaubt; „nächster Punkt“ im Tennis und „nächster Korb“ im Basketball sind ausgeschlossen. Ausgeschlossen sind auch Wetten auf überwiegend Minderjährigen- oder Amateursport (GGL-Praxis: unterhalb der 3. Liga), auf manipulationsanfällige Konstellationen, auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sowie auf soziale oder politische Ereignisse. E-Sports-Wetten sind nach GGL-Praxis nicht zulässig.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote und Auszahlung in der App aus?

Die Steuer fällt nach §§ 16 bis 25 RennwLottG auf den Einsatz minus die Steuer selbst, effektiv rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter, nicht vom Spielenden. Ob und wie der Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung: Manche ziehen sie vom Einsatz ab, manche vom Gewinn, manche schlucken sie und passen die Quote an. Wer die Auszahlung auf dem Wettschein verstehen will, schaut in die AGB oder testet einen kleinen Betrag.

Welche Zahlungsmethoden stehen in mobilen Wett-Apps üblicherweise zur Verfügung, und welche Regel gilt für das Konto?

Üblich sind Debitkarte, Kreditkarte, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, paysafecard, Apple Pay und Google Pay; einige Anbieter nennen eigene Wallet-Lösungen. Die Regel ist einheitlich: Einzahlungen und Auszahlungen laufen nach § 6b Abs. 4 nur über ein Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz. Anonyme Mittel sind ausgeschlossen — das schließt Krypto und anonymes Prepaid aus. Wer eine Zahlungsmethode wählt, achtet auf den eigenen Namen und die Herkunft des Kontos.

Wie unterscheiden sich spezielle mobile Boni von normalen Willkommensangeboten, und welche Umsatzbedingungen gelten?

Es gibt keinen mobilen Bonus, der gesetzlich anders behandelt wird als der Bonus am Rechner. Was Anbieter „mobilen Bonus“ nennen, ist meistens der normale Neukunden- oder Bestandskunden-Bonus, der über die App aktivierbar ist. Die Bedingungen — Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist, maximale Auszahlung aus einem Gratiswett-Gewinn, erlaubte Märkte — stehen in den AGB des Anbieters und gelten unabhängig vom Aktivierungsweg. Wer einen Bonus annimmt, ohne die AGB gelesen zu haben, schenkt dem Anbieter die Bedingung.

Inhalt erstellt vom Team «wettenzahlungen»