Afrika-Cup Wetten: Was 2026 gilt, wo gespielt wird und wer Quote gibt

Updated Oktober 2026
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Wer „Afrika-Cup Wetten 2026“ sucht, sucht in Wahrheit zwei Dinge: einen Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis und einen Überblick über das, was ein Turnierkosmos zwischen Marokko 2025 und Kenia/Tansania/Uganda 2027 hergibt. Das Veröffentlichungsjahr 2026 bezeichnet keine Austragung – der Afrika-Cup wird alle zwei Jahre ausgetragen, in den geraden Jahren zwischen 2026 also nicht. Wer tippen will, tippt rückblickend auf das Turnier von Dezember 2025 bis Januar 2026 oder voraus auf das Turnier von Juni bis Juli 2027. Beide Pfade führen über dieselben Buchmacher mit GGL-Erlaubnis, dieselbe Wettsteuer und dieselbe Spielersperre. Was das im Einzelfall heißt, steht auf dieser Seite.

Ein Fußballstadion unter Flutlicht mit hellen Rängen, von einem Hügel aus gesehen, darüber ein dunkelblauer Abendhimmel.
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt.

Datenstand: Oktober 16, 2026 – geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Halle (Saale), Stand der Liste 2. Oktober 2026.

Wettarten beim Afrika-Cup: von der Siegerwette bis zum Torschützen

Ein Kontinentalturnier mit 24 Mannschaften, sechs Vierergruppen und einer K.-o.-Runde dahinter liefert mehr Wetten, als ein Bundesliga-Spieltag je hergibt. Wer sich auf das Turnier einlässt, sollte die vier Wettfamilien kennen, die ein Anbieter üblicherweise ins Programm nimmt – und was er an jeder einzelnenfamilie bezahlt, wenn sie nicht aufgeht.

Ein Fußball auf rotem Sandboden neben einer Reihe Hütchen auf einem Trainingsplatz bei untergehender Sonne.
Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; zur Qualifikation meldeten sich 54 Mannschaften an.

Turnier-Sieger. Die Wette auf den Pokalsieger wird in der Regel Monate vor dem ersten Spiel angeboten und läuft bis zum Anpfiff des Eröffnungsspiels. Die Quote bildet die implizite Wahrscheinlichkeit ab, die der Buchmacher der Mannschaft zumisst – Mali nicht unter den Top 10 des Feldes, Senegal und Marokko deutlich vorne. Wichtig zu wissen: Die Wette steht nur bis zum Turnierstart. Steigt der gewählte Verband vorher aus, ist der Einsatz in der Regel verloren.

Gruppenwetten. Wer auf den Gruppensieger, den Gruppenausgang oder den Einzug ins Achtelfinale setzt, hat drei relevante Zeitpunkte: Quoten vor dem Turnier, Quoten vor dem ersten Gruppenspiel und Live-Quoten nach Anpfiff. Der Clou liegt in der Vielfalt. Jede Wette ist eine Einzelwette mit eigener Quote; Kombinationen sind möglich, lohnen sich aber nur dann, wenn die Multiplikation der Quoten den kombinierten Risikoaufschlag übersteigt. Wer eine Quote von 3,00 mit einer Quote von 2,50 kombiniert, bekommt 7,50 – aber auch nur dann, wenn beide Teile sitzen.

Spielausgang. Die klassische 1X2-Wette auf das Einzelspiel bleibt das Rückgrat jedes Afrika-Cup-Programms, ergänzt um die Doppelte Chance, die asiatische Handicap-Linie und die Über/Unter-Wette auf Tore. Wer hier spielt, sollte das Inplay-Angebot des Anbieters kennen: Wer den Anpfiff verpasst, kann das Spiel noch währenddessen bespielen – je nach Anbieter nur auf das Endergebnis oder auch auf das nächste Tor. Die Quote wandert, sobald das Spiel läuft; das ist Mechanik, kein Argument.

Spezialwetten auf Spieler. Torschützenkönig, „erster Torschütze im Spiel“, „Torschütze ja/nein“ – das sind die Märkte, die in der Berichterstattung über das Turnier laufen, weil sie menschliche Geschichten transportieren. Marktführer war zuletzt Brahim Díaz beim Afrika-Cup 2025 mit fünf Toren. Wer auf den ersten Torschützen eines Spiels setzt, sollte wissen: Das Wettergebnis gilt auch dann als verloren, wenn der gewählte Spieler erst nach seiner Einwechslung trifft. Wer auf Torschützenkönig setzt, sollte wissen: Die Wette läuft über das gesamte Turnier; verletzt sich der Spieler in der Vorrunde, endet der Tormarkt nicht automatisch, der Einsatz verfällt jedoch bei späterem Ausscheiden im Vorfeld der Regularien des Anbieters.

Rechtsrahmen für alle vier Familien: nach § 21 Abs. 1 GlüStV sind nur Wetten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorfälle im Ereignis erlaubt, einzeln oder in Kombination. Was die GGL im Sportwettprogramm erlaubt, ist Sache der Aufsicht – manipulierbare Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind nach § 21 Abs. 1a ausgeschlossen. Wer auf das nächste Tor eines Spiels tippt, darf das; wer auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball tippt, geht leer aus, weil diese „nächsten Vorfälle“ in Sportarten mit hoher Ereignisdichte nicht zur GGL-Erlaubnis gehören.

Verlängerung und Elfmeterschießen bei K.-o.-Spielen

Beim Afrika-Cup geht es nach der Gruppenphase in die K.-o.-Runde. Hier unterscheidet sich die Logik gegenüber Gruppen- und Ligaspielen, und genau hier liegt die Falle für Ungeübte. Standardregel der meisten Anbieter: Die Wette auf den Sieger eines K.-o.-Spiels wird über 90 Minuten plus Nachspielzeit abgerechnet. Verlängerung und Elfmeterschießen zählen für diese Wette nicht – das Endergebnis nach 120 Minuten tut es. Wer auf „Senegal kommt weiter“ setzt, hat seine Wette in der Hand, sobald das Elfmeterschießen entschieden ist; bei einem 0:0 nach 120 Minuten und einem 5:4 im Elfmeterschießen ist die Wette auf den Sieger gewonnen, die Wette auf „Unentschieden nach 90 Minuten“ ebenfalls. Wer auf das exakte Ergebnis setzt, sollte „nach 90 Minuten“ wählen – Anbieter unterscheiden „Sieg nach Verlängerung“ und „Sieg nach Elfmeterschießen“ als eigene Linien.

Die einzige Ausnahme, die alle großen Anbieter anbieten, ist die Wette „steigt auf“, die das Weiterkommen unabhängig vom konkreten Modus abbildet. Sie ist im Preis teurer als die Sieg-Wette, dafür wettenfest gegen jede Verlängerungsvariante.

Kombiwetten und der Preis der Quote

Wer bei einem 24-Nationen-Turnier mehrere Wetten kombiniert, hat ein Multiplikationsproblem: Die Auszahlungsquote einer Kombiwette ist das Produkt der Einzelquoten. Eine Dreier-Kombi mit drei Quoten von 2,00 ergibt 8,00; mit drei Quoten von 1,50 ergibt 3,375. Wer zur Quote geht, geht in die Marge.

Die Marge des Buchmachers ist der Preis, den jede Wette trägt. Sie verbirgt sich in jeder einzelnen Quote und ist für den Kunden nicht direkt sichtbar. Wer sie sichtbar machen will, rechnet sie aus: Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote von 2,10 ist 1 ÷ 2,10 = 47,6 %. Addiert man die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller drei Ausgänge eines Spiels, liegt die Summe über 100 % – und genau diese Differenz ist die Marge des Marktes.

Arbeitsbeispiel, das jeder Leser nachrechnen kann: Ein Buchmacher bietet auf das Finale Senegal gegen Marokko die Quoten 2,10 – 3,40 – 3,60. Das sind die drei Ausgänge eines 1X2-Marktes. Die impliziten Wahrscheinlichkeiten sind 47,6 %, 29,4 % und 27,8 %, die Summe 104,8 %. Die Auszahlungsquote des Marktes ist 1 ÷ 1,048 = 95,4 %, die Marge des Buchmachers 4,6 %.

Marge ist nicht ein böser Aufschlag – sie ist die Gegenleistung für die Organisation des Marktes, die Quotenpflege bis zum Anpfiff und das Risiko, das der Buchmacher trägt. Wer die Quoten mehrerer Anbieter vergleicht, sieht, dass die Marge von Anbieter zu Anbieter schwankt, oft zwischen 4 % und 7 % auf Spitzenereignissen und 8 % bis 12 % auf Nebenmärkten. Wer bei einer Siegerwette auf einen Außenseiter setzt, trägt eine deutlich höhere implizite Marge als bei einem Favoriten.

Unter den Buchmachern mit deutscher Erlaubnis wirbt Winamax im Footer der eigenen Website mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Der zweite Teil verweist auf eine Odoxa-Studie, die zwischen April und August 2025 rund 2.967 Spiele aus Fußball, Tennis und Handball untersucht hat; demnach lag Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins. Das ist gemessen an einer Stichprobe, die das Haus selbst in Auftrag gegeben hat – über die methodische Tiefe sagt der Footer nichts.

Kombiwetten, und das vergessen viele, skalieren die Marge nach oben. Wer drei Einzelwetten mit Marge 5 % kombiniert, hat im kombinierten Markt eine Marge, die ebenfalls über die Einzelmargen steigt; Faustregel sind rund 1,1-fache auf Drei-Wege-Märkten. Genau deswegen lohnen sich Kombiwetten nur dann, wenn die Quotenmultiplikation den kombinierten Risikoaufschlag deutlich übersteigt – und genau deswegen berichten viele Anbieter ihre Werbe-„Boosts“ auf Kombiquoten in einem Markt, dessen Marge durch die Aufschläge wächst.

Sonderfall Cash-Out

Betway beschreibt den Cash-Out im hauseigenen Wettschein mit einem grünen Symbol unter „Meine Wetten“. Der angezeigte Betrag ist der Betrag, den der Anbieter für die vorzeitige Auszahlung der Wette bietet – er liegt immer unter dem inneren Wert der Wette, sonst würde der Buchmacher verlieren. Wer die Funktion nutzt, sichert sich einen Teil des Gewinns vor dem Ende des Ereignisses oder begrenzt den Verlust; zahlt wird der gesamte angezeigte Betrag oder ein selbst gewählter Teilbetrag. Anbieter werben Cash-Out als „Flexibilität“ – tatsächlich ist es die zweite Marge des Buchmachers, der sich die Möglichkeit, länger im Markt zu bleiben, vom Kunden abkaufen lässt. Das ist kein Argument gegen Cash-Out; es ist der Hinweis, dass die Funktion ihren Preis hat, der im angezeigten Betrag schon steckt.

Afrika-Cup und Turnierkalender: was wann gespielt wurde und was wann gespielt wird

Der Afrika-Cup ist ein Enger-Kalender-Turnier. Die Austragungen fallen in den afrikanischen Sommer und in den Winter auf der Nordhalbkugel – je nachdem, wie der Spielplan mit anderen Großereignissen kollidiert.

Der Afrika-Cup 2025 in Marokko

Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko statt, mit 24 Nationen, sechs Vierergruppen und einer K.-o.-Runde im Anschluss. Die Gruppenersten und -zweiten kamen weiter, dazu die besten vier Gruppendritten – das übliche 24er-Schema, das die CAF seit 2019 fährt. Das Turnier war ursprünglich für den Sommer 2025 angesetzt und wurde wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 auf den Jahreswechsel verschoben.

Das Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung. Zwei Monate später, im März 2026, wertete die CAF das Spiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit den Platz vorübergehend verlassen hatten; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Für die Wettauswertung nach § 21 Abs. 1 GlüStV zählt das offizielle Ende des Ereignisses – und hier ist es genau die Frage, die nur die Aufsicht und der Anbieter gemeinsam beantworten können. Wer eine Wette auf den AFCON-Sieger 2025 platziert hat, sollte die AGB des Anbieters lesen und beim Kundendienst nachfragen, wenn das Ergebnis nachträglich auf den Kopf gestellt wurde.

Torschützenkönig war Brahim Díaz (Marokko) mit fünf Toren. Im Spiel um Platz drei gewann Nigeria gegen Ägypten im Elfmeterschießen mit 4:2. Wer auf den „ersten Torschützen des Finales“ gewettet hat, hat eine Spätwette auf den regulären Sieger; wer auf Díaz als Torschützenkönig gesetzt hat, hatte fünf Treffer in sechs Spielen – und mit dem nachträglich korrigierten Spielstand ändert sich an seiner Torausbeute nichts.

Der Afrika-Cup 2027 in Ostafrika

Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; zur Qualifikation meldeten sich 54 Mannschaften an. Das Turnier wird das erste in Ostafrika sein und das erste einer dreiteiligen Ausrichtung – wer also nicht nur Spiele sehen, sondern auch vor Ort reisen will, sollte ab 2026 mit der Planung anfangen, weil Flüge und Unterkünfte in Drei-Länder-Turnieren erfahrungsgemäß früh ausgebucht sind.

Wer jetzt schon wetten will, kann das auf den Turniersieger und auf die Qualifikationsspiele; die meisten Buchmacher öffnen das AFCON-Programm mit den Auslosungsquoten, sobald die Qualifikationsgruppen feststehen. Die Live-Wetten zu den Qualifikationsspielen setzen in der Regel 30 bis 60 Tage vor dem Anpfiff ein; wer Live-Quoten auf den AFCON 2027 will, sollte den Saisonkalender des gewählten Buchmachers im Auge behalten.

Die Wettbewerbsstruktur: was bleibt, was sich dreht

Der Afrika-Cup wird seit 1957 ausgetragen, organisiert von der CAF. Rekordsieger ist Ägypten mit sieben Titeln; Rekordtorschütze ist Samuel Eto’o mit 18 Toren. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil – eine Aufstockung von 16, die der AFCON seither deutlich breiter, aber auch deutlich länger macht. Nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden – ein Schritt, der die Kollisionen mit anderen Großereignissen reduzieren, die kommerzielle Vermarktung verbreitern und den Rhythmus der Kontinentalwettbewerbe neu sortieren dürfte.

Wer auf den Sieger eines Turniers setzt, das nur alle vier Jahre stattfindet, sollte wissen: Die Quoten werden sich gegenüber den Vorgängereditionen verändern, da sich die sportliche Ausgangslage, Kaderzyklen und die Formkurven der Mannschaften über einen solch langen Zeitraum stetig verschieben. Wer 2027 wetten will, sollte den Afrika-Cup 2025 als Pflicht-Lektüre verstehen – Brasilianer gewinnen Wimbledon, dahoam. Senegal hat 2025 den Titel gewonnen und ist durch die nachträgliche Wertung formal ausgeschlossen; ob die Mannschaft 2027 mit demselben Kader antritt, ist offen. Marokko hat 2025 das Finale aus Sicht der CAF gewonnen und steht entsprechend in der Buchmacher-Wahrnehmung oben.

Quoten und Spielplan: wie sie zusammenfallen

Der Spielplan eines Turniers bestimmt, wann Wetten verfügbar sind und wie sich Quoten bewegen. Vor der Auslosung sind nur Turnierwetten (Sieger, Gruppensieger, Gruppenausgang) handelbar; die Quoten werden ab der Auslosung mit jedem verkauften Ticket neu kalibriert. Dreißig Tage vor Turnierbeginn kommen die Spielsiegwetten ins Programm, in der letzten Woche die Über/Unter-Linien und die Handicap-Varianten; ab dem Eröffnungsspiel sind Live-Wetten erlaubt – so weit, wie die GGL sie auf diesem Turnier freigibt.

Wer Spielausgangwetten platzieren will, sollte wissen, dass die Quoten einen Tag vor Spielbeginn stabiler werden und sich während des Spiels nur noch auf engen Margen bewegen. Wer in der Schlussphase live tippt, zahlt die höchste implizite Marge.

Anbieter mit deutscher Erlaubnis für Afrika-Cup-Wetten

Wer in Deutschland auf den Afrika-Cup wetten will, kann das nur bei Anbietern mit Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV tun – andere Anbieter dürfen es nicht und tun es nach § 4 Abs. 1 GlüStV auch nicht legal. Die folgende Übersicht führt zehn Anbieter auf, deren Sport-Subdomains auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand 2. Oktober 2026) stehen; eine fehlende Aufnahme bedeutet nicht zwingend das Fehlen einer Erlaubnis, aber jede hier genannte Erlaubnis ist dort nachprüfbar.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Inhaber Erlaubnis Sportwetten seit
VBet Erlaubnis Sportwetten für die Subdomain der Plattform; Inhaberin SCGO Limited, St. Julian’s, Malta 05.12.2023
Betway Erlaubnis Sportwetten für die Subdomain der Plattform; Inhaberin Betway Limited 09.03.2021
ODDSET Erlaubnis Sportwetten für die Subdomain der Plattform; Inhaberin ODDSET Sportwetten GmbH; Erlaubnisbescheid RP Darmstadt 15.12.2022, Aufsicht GGL 18.11.2020
bet365 Erlaubnis Sportwetten für die Subdomain der Plattform; Inhaberin Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta 09.10.2020
AdmiralBet Erlaubnis Sportwetten für die Subdomain der Plattform; Inhaberin Greentube Betting Malta Limited; Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024 09.10.2020
Tiptorro Erlaubnis Sportwetten für die Subdomain der Plattform; Inhaberin Torro Tec Limited, Malta; Selbstbeschreibung „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter GGL-Aufsicht“ (Whitelist) 30.06.2021
Sportingbet Erlaubnis Sportwetten für die Subdomain der Plattform; Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
888sport Erlaubnis Sportwetten für die Subdomain der Plattform; Inhaberin 888 Germany Limited; Holding 888 Holdings PLC, Gibraltar (London Stock Exchange seit September 2005) 30.06.2021
DAZN Bet Erlaubnis Sportwetten für die Subdomain der Plattform; Inhaberin DZBT Operations Limited, Zebbug, Malta 22.08.2023
Interwetten Erlaubnis Sportwetten für die Subdomain der Plattform; Inhaberin Interwetten Gaming Limited, Sliema, Malta 02.11.2020

Die Liste ist keine Empfehlung und kein Ranking – sie ist die deutsche Aufsichtsliste, nach Inhaber und Erteilungsdatum der Erstgenehmigung sortiert. Wer tiefer vergleichen will, sollte das Sportwettprogramm des Anbieters besuchen, das auf der jeweiligen Subdomain live liegt; was die GGL erlaubt, fällt dort in das vorgegebene Sortiment hinein, was sie nicht erlaubt, fehlt.

VBet

VBet trägt die Whitelist-Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023, die Inhaberin SCGO Limited sitzt in St. Julian’s auf Malta. Eine eigene Folgeerlaubnis listet die Whitelist nicht aus; das heißt nicht, dass die Erlaubnis nicht verlängert wurde, sondern dass die Whitelist nur das Datum der Erstausstellung führt. VBet ist unter den zehn Anbietern das jüngste Erlaubnisdatum – was nicht über das Programmangebot aussagt, das aus einer breit aufgestellten europäischen Wettplattform gespeist wird. Der vollständige AFCON-Spielplan, Sieger- und Torschützenmärkte sowie ein Live-Wetten-Angebot innerhalb der von der GGL erlaubten Linien sind die Grundannahme; was fehlt, wird das Wettprogramm zeigen.

Urteil. VBet ist die richtige Wahl, wer einen neueren Marktplayer mit vollständiger Whitelist sucht und das Programm vor der Kontoeröffnung live auf der Subdomain prüfen will.

Betway

Betway trägt die Whitelist-Erlaubnis seit dem 9. März 2021 und ist für Cash-Out-Funktionen bekannt. Die hauseigene Beschreibung: ein grünes Symbol unter „Meine Wetten“, Anzeige des aktuellen Wettwerts, Auszahlung des Gesamtbetrags oder eines selbst gewählten Teils. Dazu kommt ein Wettkonfigurator („Konfigurator+“), der Auswahlen aus verschiedenen Spielen zu einer Kombiwette bündelt – interessant für Afrika-Cup-Spieler, die an einem Spieltag mehrere Spiele kombinieren wollen. Auch hier zählt die GGL-Regel: Kombiwetten sind erlaubt, einzelne Auswahlen müssen aus dem zugelassenen Wettprogramm stammen.

Urteil. Betway passt zu Wettern, die ihre Wetten gerne vor dem Ende der Spiele zu Geld machen wollen und einen Konfigurator schätzen, der mehrere Partien bündelt.

ODDSET

ODDSET trägt die Whitelist-Erlaubnis seit dem 18. November 2020, mit Erlaubnisbescheid des Regierungspräsidiums Darmstadt vom 15. Dezember 2022. Die Marke gehört zum staatlichen Sportwetten-Stamm der frühen 2000er Jahre und wird vom Hessischen Lotto-Umfeld getragen; die Aufsicht liegt seit dem GlüStV 2021 bei der GGL in Halle. ODDSET steht im Ruf eines schmaleren, dafür gut kuratierten Programms – mit Schwerpunkt auf deutschen und europäischen Top-Ligen, dazu Fußball international. Für Afrika-Cup-Spieler bedeutet das: die wichtigsten Sieger-, Gruppen- und Spielmärkte sind im Programm, ein Teil der Spezialmärkte (Torschützenkönig, exakte Spielstände) ist kleiner aufgestellt als bei den internationalen Platzhirschen.

Urteil. ODDSET ist die Wahl, wer einen Anbieter mit deutscher Tradition und kompaktem Programm sucht und nicht das größte Wettangebot braucht.

bet365

bet365 trägt die Whitelist-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020. Inhaberin ist Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta – was bei einem globalen Anbieter keine Überraschung ist und für die deutsche Erlaubnis keine Rolle spielt, weil die Erlaubnis deutsches Recht bleibt. bet365 ist im deutschsprachigen Markt traditionell der Maßstab für Quotenniveau und Marktbreite; Live-Wetten sind seit Jahren das Kerngeschäft, dazu ein Inplay-Konfigurator und eine Live-Streaming-Plattform, die auch Afrika-Cup-Spiele abdeckt. Wie bei allen Anbietern mit deutscher Erlaubnis gilt die Eingrenzung der GGL bei Inplay: nur auf das nächste Tor in Spielen mit seltenen Torereignissen, nicht auf den nächsten Ballbesitzwechsel oder den nächsten Einwurf.

Urteil. bet365 ist die Referenz für alle, die das breiteste Inplay-Programm und Live-Streams aus einer Hand erwarten und dafür auf jedes Spezialwetten-Extra verzichten können, das die GGL nicht abdeckt.

AdmiralBet

AdmiralBet trägt die Whitelist-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Inhaberin ist Greentube Betting Malta Limited; eine eigene Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele läuft separat auf einer Slot-Subdomain. AdmiralBet gehört zur Novomatic-Gruppe und bringt die Logik eines Anbieters mit, der sowohl im stationären Vertrieb als auch online aktiv ist. Für Afrika-Cup-Spieler ist das insofern relevant, als das Wettprogramm den typischen europäischen Fußball-Schwerpunkt hat; spezielle Afrika-Cup-Turnierwetten sind im Programm, ein Teil der Live-Märkte kann gegen die Offline-Variante leicht variieren.

Urteil. AdmiralBet ist die richtige Wahl für Spieler, die einen Anbieter mit österreichisch-deutscher Herkunft und einem breiten stationären Hintergrund schätzen.

Tiptorro

Tiptorro trägt die Whitelist-Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021. Inhaberin ist die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta, die in der App-Store-Beschreibung auf die Whitelist-Aufsicht durch die GGL hinweist. Tiptorro gehört zum Wett-Tipp-Ökosystem Deutschlands; das Programm ist auf den deutschen Markt zugeschnitten, die Quoten bewegen sich im üblichen Rahmen. Für Afrika-Cup-Spieler ist Tiptorro dann interessant, wenn die europäischen Top-Ligen deutlich im Vordergrund stehen und die Kontinentalwettbewerbe eher als Beimarkt behandelt werden – typischerweise mit allen wichtigen Linien, aber nicht zwingend mit der Marktbreite eines internationalen Platzhirschen.

Urteil. Tiptorro eignet sich, wer mit dem deutschsprachigen Wett-Tipp-Standard unterwegs ist und einen soliden Anbieter mit vollständiger Erlaubnis sucht.

Sportingbet

Sportingbet trägt die Whitelist-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020. Die Hausbeschreibung nennt einen „Konfigurator+“ für Fußballspiele, Live-Wetten und ein Sportportfolio, das Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker umfasst. Die Breite ist auch im Afrika-Cup relevant: wer nicht nur auf Fußball setzen will, sondern auch auf den ein oder anderen Markt in einer anderen Sportart ausweichen will, findet bei Sportingbet das nötige Programm. Der Konfigurator kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Spielen zu einer Wette – was bei Live-Wetten während des Turniers seinen Preis in der Marge hat.

Urteil. Sportingbet passt zu Spielern, die einen Anbieter mit breitem Sportportfolio und Fußball-Konfigurator suchen.

888sport

888sport trägt die Whitelist-Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021. Die Holding ist die 888 Holdings PLC aus Gibraltar, deren Aktie seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. 888sport gehört zu den Anbietern, die im deutschsprachigen Markt erst nach der Neuordnung des GlüStV 2021 eine deutsche Erlaubnis genommen haben und das Programm entsprechend den regulatorischen Linien führen. Für Afrika-Cup-Spieler heißt das: ein vollumfängliches Wettprogramm innerhalb der erlaubten Linien, dazu Live-Wetten im GGL-Rahmen.

Urteil. 888sport ist die Wahl für Spieler, die einen international börsennotierten Anbieter mit vollständiger Erlaubnis schätzen.

DAZN Bet

DAZN Bet trägt die Whitelist-Erlaubnis seit dem 22. August 2023 – die jüngere Erlaubnis gemeinsam mit VBet. Inhaberin ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta. DAZN Bet tritt mit der Markenkraft eines Streaming-Anbieters an, dessen Sportplattform das Africa-Cup-Programm ergänzt; das Sportwettenangebot ist breit, aber nicht zwingend das breiteste unter den zehn Anbietern. Die Logik hinter dem Markenpaar ist klar: Wer streamt, wettet im selben Konto – ein Vorteil für den gelegentlichen Zuschauer, kein Vorteil für die Quote.

Urteil. DAZN Bet eignet sich für Spieler, die ohnehin DAZN nutzen und ihre Wetten zusammen mit dem Stream verwalten wollen.

Interwetten

Interwetten trägt die Whitelist-Erlaubnis seit dem 2. November 2020. Inhaberin ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Interwetten gehört zu den etablierten europäischen Wettanbietern mit langer Marktpräsenz in Österreich und Deutschland; das Programm ist breit, die Quoten bewegen sich im gewohnten Rahmen. Für Afrika-Cup-Spieler ist Interwetten dann interessant, wenn das Programm die gewohnte Tiefe hat und die Live-Wetten innerhalb der GGL-Linien laufen.

Urteil. Interwetten passt zu Spielern, die einen österreichisch geprägten Anbieter mit solider Marktpräsenz suchen.

Rechtslage: Erlaubnis, Whitelist und das Risiko der Auszahlung

Wer in Deutschland wettet, wettet im Rahmen des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021), in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Der Vertrag regelt die Erlaubnis, die Aufsicht, die Werbung und den Spielerschutz; das ausführende Organ ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz am Hansering 15 in 06108 Halle (Saale).

Eine Waage aus Messing und ein geschlossener Aktenordner ohne Beschriftung stehen auf einem polierten Schreibtisch.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die Erlaubnis nach § 9a und § 27f GlüStV

Die Erlaubnis, in Deutschland Sportwetten im Internet zu veranstalten oder zu vermitteln, erteilt die GGL nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV. Sie ist die einzige Erlaubnis, die zur Teilnahme an deutschem Sportwettenmarkt berechtigt. Eine Erstgenehmigung läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre, Verlängerungen sind möglich; die Whitelist führt das Datum der Erstausstellung, kein Enddatum. Wer auf der Whitelist steht, hat eine Erlaubnis; wer nicht auf der Whitelist steht, hat im deutschen Rechtsraum keine.

Die Whitelist ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV das einzige amtliche Verzeichnis der Erlaubnisinhaber und – nach Lesart der Aufsicht – der einzige Test einer Lizenz. Stand der Liste ist der 2. Oktober 2026 mit 30 Einträgen: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Inhaber. Jede gelistete Hauptdomain ist eine .de-Domain – eine .de-Domain allein beweist allerdings nichts, weil auch nicht erlaubte Anbieter unter einer .de-Domain erreichbar sein können.

Was die Whitelist-Erlaubnis abdeckt: Wetten auf den Ausgang eines Sportereignisses und auf Vorfälle darin, einzeln oder in Kombination (§ 21 Abs. 1). Was sie nicht abdeckt: Wetten auf Esports – die GGL teilt mit, dass Esports kein Sport im Sinn des Vertrags ist und Wetten darauf auch nicht erlaubt werden können. Was sie nur eingeschränkt abdeckt: Live-Wetten (§ 21 Abs. 4). Während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder einen vergleichbaren Komponentenereignis getippt werden – in Sportarten mit häufigen Ereignissen wie Tennis (Punkt für Punkt) oder Basketball (Korb für Korb) ist das nicht möglich. Cash-Out hat keinen eigenen Paragraphen; es ist eine Funktion des Anbieters, beschrieben in dessen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Die Offshore-Seite und ihre Folgen

Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wettet, wettet im rechtsfreien Raum. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung; die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher regelmäßig vor illegalen Angeboten. Strafrechtlich kann die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel nach § 285 StGB mit einer Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder einer Geldstrafe geahndet werden; in der Praxis werden einzelne Spieler nicht verfolgt, was die Rechtslage nicht ändert.

Zivilrechtlich ist die Sache interessanter. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Im März 2026 hat der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou in seinen Schlussanträgen zur Rechtssache C-530/24 die Auffassung vertreten, dass eine Rückzahlungspflicht grundsätzlich möglich sei, sofern die zuständigen Behörden die Lizenzpflicht nicht ausdrücklich zugesichert hätten, vorerst nicht durchzusetzen. Das Urteil selbst steht aus. Wer in der Vergangenheit bei einem nicht erlaubten Anbieter gewettet hat, sollte die Entwicklung beobachten – wer heute wettet, sollte es nur bei einem Anbieter mit Whitelist-Erlaubnis tun.

Wettsteuer: 5,3 %, aber wie sie ankommt

Die Sportwettensteuer ist eine deutsche Verbrauchsteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingesetzten Betrags (5,3 / 105,3). Schuldner ist nach § 19 RennwLottG der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler. Wie der Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine Sache – er kann sie auf die Quote schlagen, vom Gewinn abziehen, den Einsatz reduzieren oder ganz tragen.

„0 % Wettsteuer“ bei einem Anbieter bedeutet nicht, dass die Steuer entfällt – sie wird nur intern verrechnet. Wer 100 € auf Quote 2,00 setzt und „0 % Wettsteuer“ bekommt, gewinnt im Erfolgsfall 200 € ausgezahlt; bei einem Anbieter, der die Steuer über die Quote abbildet, liegt die Quote bei rund 1,90 – 200 € Bruttogewinn, abzüglich 5,3 % Steuer von 9,50 €, ausgezahlt 190,50 €. Netto-Ergebnis bei beiden Konstellationen: 90,50 € auf 100 € Einsatz. Die Frage ist, welche Konstellation der Anbieter in seinem Wettschein anbietet und ob er den Werbevorteil über höhere Margen an anderer Stelle wieder einsammelt.

Die Steuer fällt übrigens auch bei nicht erlaubten Anbietern an: Wer die Steuer zahlt, beweist noch keine Lizenz. Die Lizenz beweist die Steuer, nicht umgekehrt.

Spielerschutz: LUGAS, OASIS, Panikbutton

Wer bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis wettet, wettet in einem Rahmen, der den Spieler schützt – und zwar mit harten Werkzeugen. Drei davon lohnen einen Blick.

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat und gilt kumuliert über alle Anbieter. Es wird technisch über die LUGAS-Limitdatei umgesetzt; wer versucht, das Limit zu umgehen, scheitert an der Limitdatei, nicht am Anbieter. Eine Erhöhung auf bis zu 10.000 € ist möglich, wenn der Spieler seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweist – eine Selbsterklärung reicht nicht; auf 10.000 bis 30.000 € dürfen Anbieter das Limit nur für höchstens 1 % ihrer aktiven Spielerinnen und Spieler anheben. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung frühestens nach sieben Tagen.

Die Sperrdatei OASIS nach §§ 8, 8a GlüStV ist das bundesweite Spielersperrsystem. Anbieter mit Erlaubnis sind verpflichtet, bei Registrierung und Anmeldung gegen die Sperrdatei zu prüfen. Wer sich selbst sperrt, gibt entweder eine Frist an (mindestens drei Monate) oder wird ansonsten mindestens ein Jahr gesperrt. Eine Fremdsperre durch Dritte ist nach dem Statut möglich. Wer in OASIS eingetragen ist, kann sich nicht bei einem anderen lizenzierten Anbieter anmelden – die Limitdatei und die Aktivitätsdatei greifen ineinander.

Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV setzt eine sofortige 24-Stunden-Sperre, die der Anbieter technisch in seiner Oberfläche anbieten muss. Es ist die kürzeste und schnellste Schutzfunktion im deutschen Glücksspielrecht – ein Klick auf das Symbol, und das Konto ist für 24 Stunden gesperrt. Wer wieder spielen will, muss nach Ablauf der Frist die Sperre aktiv aufheben.

Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, hat keine dieser Werkzeuge. Weder das Einzahlungslimit noch die Sperrdatei noch der Panikbutton greifen über die deutsche Aufsicht hinaus; ein Anbieter in Curaçao kann eine OASIS-Sperre nicht sehen, eine LUGAS-Datei nicht lesen und einen Panikbutton nicht garantieren. Das ist der Preis der Lizenz – auch für Spieler, die es nicht als solchen wahrnehmen.

Verantwortungsvolles Wetten: Was das Turnier mit dem Budget macht

Ein Afrika-Cup ist emotion aufgeladen. Die Stadien sind voll, die Spiele spät, die Wetten günstig zu quotieren, weil die Buchmacher die Motivation der Fans einkalkulieren. Wer in solchen zwei Wochen spielt, sollte das nicht als sportliche Beiläufigkeit verwechseln.

Die wichtigste Einrichtung im deutschen Glücksspielrecht ist für Afrika-Cup-Spieler die eigene Selbstbegrenzung. Wer ein monatliches Budget für Sportwetten hat und es ausschöpft, sollte den nächsten Monat abwarten. Wer keins hat, sollte sich eines setzen, das unter dem gesetzlichen Einzahlungslimit von 1.000 € liegt – der Sicherheitsabstand zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Wer im Spielverlauf merkt, dass die Begeisterung das Budget überschreitet, hat drei Wege: die Sofortsperre über den Panikbutton, die Selbstsperre über OASIS (mit Selbstwahl der Frist) und die Fremdsperre durch eine dritte Person. Die ersten beiden Wege sind schnell, der dritte dauert und ist an ein Verfahren gebunden. Beim Anbieter mit Erlaubnis sind alle drei Wege technisch implementiert; beim Anbieter ohne Erlaubnis sind sie es nicht.

Die Hilfsangebote sind in Deutschland breit aufgestellt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) führt eine Beratungsplattform, die anonym und kostenfrei arbeitet; die Nummer gegen Kummer bietet ein Kinder- und Jugendtelefon, das in Sorgenfällen auch für erwachsene Angehörige ansprechbar ist; die Sucht- und Drogenhotline ist 24 Stunden erreichbar. Eine private Pflichtversicherung gegen Spielsucht gibt es nicht – wer merkt, dass er oder sie die Kontrolle verliert, sollte professionelle Hilfe annehmen, nicht den nächsten Anbieter wechseln.

Das Turnier geht vorbei, die Wetteinladung bleibt. Wer zwei Wochen Afrika-Cup mitgemacht hat, sollte danach eine Woche ohne Wetteinsatz einplanen – das ist keine Empfehlung, sondern eine Selbstverständlichkeit im Sportwetten-Alltag, die viele unterschätzen.

Wetten 2026 ohne Afrika-Cup: Warum die Wette im Veröffentlichungsjahr eine andere ist

2026 ist kein Turnierjahr. Der letzte Afrika-Cup lief von Dezember 2025 bis Januar 2026, der nächste läuft von Juni bis Juli 2027. Wer 2026 auf den Afrika-Cup wetten will, kann es rückblickend (das gespielte Turnier ist abgeschlossen, Ergebnis diskutiert), vorausblickend (das nächste Turnier ist im Programm der Buchmacher, oft schon mit Siegerquoten) oder gar nicht (viele kleinere Buchmacher führen den Afrika-Cup nur während der Austragung).

Die Frage, warum kein Afrika-Cup „2026“ ausgetragen wird, ist kein Kalenderspleen, sondern eine Frage der Namensgebung. Die CAF benennt ihre Endrunden nach dem Austragungsjahr – AFCON 2024 (in der Elfenbeinküste), AFCON 2025 (in Marokko), AFCON 2027 (in Kenia, Tansania und Uganda). Eine Ausgabe mit der Bezeichnung „2026“ existiert nicht; das Suchwort „afrika cup 2026“ ist eine deutsche Spracheigenheit, die das Veröffentlichungsjahr der Suchanfrage zum Turnierjahr erklärt. Wer das versteht, kann die Wettangebote der Buchmacher richtig einordnen.

Wer 2026 wetten will, sollte prüfen, ob der gewählte Anbieter schon Quoten auf den AFCON 2027 führt. Die meisten großen Anbieter mit deutscher Erlaubnis bieten Siegerwetten ab der Auslosung der Qualifikation; die ersten Qualifikationsspiele beginnen typischerweise im Herbst vor dem Turnier – 2026 also im Spätsommer/Herbst. Wer vorher schon wetten will, kann auf den Sieger oder den Einzug in bestimmte Turnierphasen setzen, soweit die Buchmacher die Märkte öffnen. Wer erst zur Auslosung der Endrunde wetten will, sollte die Auslosung im Auge behalten – sie findet in der Regel einige Monate vor dem Turnier statt.

Was 2026 passieren wird, ist die Klärung der Qualifikationsgruppen, die ersten Qualifikationsspiele und – wenn der Plan hält – die ersten Siegerwetten für den AFCON 2027. Wer jetzt schon eine Wette platziert, setzt auf ein Turnier, das erst in rund zwölf Monaten beginnt. Wer das nicht möchte, kann im Winter 2026/27 auf Bundesliga, Premier League und Champions League umschwenken – die meisten Buchmacher bieten diese Märkte auch im Sommer durch.

Rechenbeispiel: Marge eines Spielausgangs

Wer die Marge eines Marktes sichtbar machen will, braucht die Quoten aller drei Ausgänge und rechnet die impliziten Wahrscheinlichkeiten aus. Das Beispiel ist konstruiert und dient als Lernbeispiel – es ist keine zitierte Marktquote.

Ausgang Buchmacher-Quote Implizite Wahrscheinlichkeit
1 (Heimsieg) 2,10 47,6 %
X (Unentschieden) 3,40 29,4 %
2 (Auswärtssieg) 3,60 27,8 %
Summe – 104,8 %

Die Auszahlungsquote des Marktes (der Anteil, den das Buchmachersystem an die Spieler zurückgibt) ist 1 ÷ 1,048 = 95,4 %. Die Marge des Buchmachers liegt bei 4,6 % – innerhalb des Rahmens, der auf wichtigen Fußball-Endrunden üblich ist. Wer bei einer Quote von 2,10 auf Heimsieg setzt und 100 € riskiert, gewinnt im Erfolgsfall 210 € ausgezahlt, 110 € Profit; im Verlustfall verliert er 100 €. Bei Anwendung der Wettsteuer von 5,3 % auf den Einsatz (5,30 €) sinkt der Einsatz-Netto auf 94,70 €, der Bruttogewinn bleibt 210 €, die Auszahlung im Erfolgsfall 210 € abzüglich 5,30 € = 204,70 € – vorausgesetzt, der Anbieter zieht die Steuer vom Gewinn ab, nicht von der Quote.

Das Beispiel zeigt drei Dinge: Die Marge ist nicht der Gewinn, den der Buchmacher macht – sie ist der Anteil, den er unabhängig vom Ausgang des Marktes behält. Sie ist umso höher, je unausgeglichener die Quoten sind. Sie lässt sich aus den Quoten errechnen, ohne dass der Buchmacher sie offen ausweisen muss. Wer Quoten von zwei Anbietern vergleicht, sollte die impliziten Wahrscheinlichkeiten ausrechnen und die Summen vergleichen – die niedrigere Summe hat die niedrigere Marge und damit den höheren langfristigen Wert für den Spieler.

Häufige Fragen zu Afrika-Cup-Wetten

Findet 2026 ein Afrika-Cup statt oder ist das Jahr im Suchbegriff nur das Veröffentlichungsjahr?

Es findet kein Afrika-Cup mit der Bezeichnung „2026“ statt. Der Afrika-Cup 2025 lief vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko, der Afrika-Cup 2027 ist vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Das „2026“ im Suchbegriff ist das Veröffentlichungsjahr der Anfrage, nicht das Turnierjahr. Die CAF benennt ihre Endrunden nach dem Austragungsjahr, eine Ausgabe mit der Bezeichnung 2026 ist im Turnierkalender nicht vorgesehen.

Wann und wo soll der Afrika-Cup 2027 stattfinden?

Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; zur Qualifikation haben sich 54 Mannschaften angemeldet. Es ist die erste Endrunde mit ostafrikanischer Drei-Länder-Ausrichtung, nach der das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre ausgetragen werden soll. Die konkreten Spielstätten und der Spielplan werden von der CAF festgelegt und in den Monaten vor dem Turnier offiziell bekannt gegeben.

Welche Wettarten gibt es beim Afrika-Cup mit Gruppenphase und K.-o.-System?

Üblich sind vier Familien: Turnier-Sieger (auf das gesamte Turnier, bis zum Eröffnungsspiel), Gruppenwetten (Gruppensieger, Gruppenausgang, Einzug ins Achtelfinale), Spielausgangwetten auf das Einzelspiel (1X2, Doppelte Chance, asiatisches Handicap, Über/Unter) und Spezialmärkte (Torschützenkönig, erster Torschütze eines Spiels, „Torschütze ja/nein“). Kombinationen aus Einzelauswahlen sind möglich; die Auszahlungsquote einer Kombiwette ist das Produkt der Einzelquoten, die Marge skaliert entsprechend. Wetten auf das nächste Tor sind in den GGL-Linien erlaubt, Wetten auf den nächsten Punkt oder Korb nicht.

Zählt bei Wetten auf K.-o.-Spiele die Verlängerung zum Ergebnis?

Die Standardregel der meisten Anbieter: Die Wette auf den Sieger eines K.-o.-Spiels wird über 90 Minuten plus Nachspielzeit abgerechnet. Verlängerung und Elfmeterschießen zählen für die Sieger-Wette nicht – entscheidend ist das Ergebnis nach 120 Minuten. Wer auf „Unentschieden nach 90 Minuten“ setzt, gewinnt auch dann, wenn das Spiel in die Verlängerung geht; wer auf das exakte Ergebnis setzt, sollte „nach 90 Minuten“ wählen oder die Anbieter-Linie „Sieg nach Verlängerung / Sieg nach Elfmeterschießen“ nutzen. Wer auf „kommt weiter“ setzt, hat seine Wette mit dem Spielende in der Hand – unabhängig vom Modus.

Woran erkennt man einen Anbieter mit deutscher Erlaubnis für Afrika-Cup-Wetten?

An der Aufnahme in die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Stand 2. Oktober 2026. Die Liste ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV das einzige amtliche Verzeichnis der Erlaubnisinhaber; sie führt 30 Einträge mit .de-Hauptdomain, 27 davon mit Sportwetten-Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis, eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan gilt in Deutschland nicht. Wer auf der Liste steht, hat eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, muss das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat einhalten und ist an OASIS und LUGAS angeschlossen – Spielerschutz, den Offshore-Anbieter nicht bieten.

Wie viel bleibt von einem Gewinn nach der Wettsteuer von 5,3 %?

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ und wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler – das ist der gesetzliche Rahmen. Wie der Anbieter sie weitergibt, ist Vertragssache: Er kann sie vom Gewinn abziehen, in die Quote einpreisen, den Einsatz mindern oder ganz tragen. Wer auf 100 € zu Quote 2,00 setzt und keine Steuerabführung sieht, gewinnt 200 € ausgezahlt; wer auf dieselbe Wette bei einem Anbieter mit eingepreister Steuer setzt, sieht eine niedrigere Quote (rund 1,90) und nach Anwendung der Steuer eine ähnliche Auszahlung. Über die langfristige Bilanz entscheidet nicht die Frage, wer die Steuer trägt, sondern die Marge des Marktes – sie ist es, die jeder Wette ihren Preis gibt.

Inhalt erstellt vom Team «wettenzahlungen»