French Open Wetten 2026 – wer anbieten darf, wie die Märkte funktionieren und was sie kosten
Ladevorgang...
Wer auf die French Open wetten will, hat in Deutschland nur eine vergleichsweise kurze Liste seriöser Anbieter zur Auswahl, und der Rechtsrahmen ist strenger, als die Werbung vermuten lässt. Die Seiten 2026 sind gelaufen, die nächste Ausgabe folgt im Mai 2027, und die meisten Buchmacher haben ihre Quoten für das Turnier in Paris längst vom Brett genommen. Wer jetzt überlegt, ob er auf Sandplatz-Tennis setzen soll, muss zwei Dinge trennen: was die Wettmärkte technisch hergeben und was das deutsche Recht überhaupt erlaubt. Diese Seite geht beides durch, mit dem Schwerpunkt auf dem, was es den Leser kostet: die Marge, die im Preis steckt, die Regeln zur Livewette, das 1.000-€-Limit und die Frage, welche Anbieter auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen.
*Datenstand: Oktober 16, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der GGL (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, Stand 02.10.2026) und die GlüStV 2021 (Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland, in Kraft seit 1. Juli 2021).*
Was die French Open als Wettarena besonders macht
Die French Open sind das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres und das einzige, das auf Sand ausgetragen wird. Gespielt wird seit 1891, heute im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris, Veranstalter ist der Weltverband ITF (International Tennis Federation). Herren spielen auf drei Gewinnsätze, Damen auf zwei; bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung – auf diese Regel einigten sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022.

Was das für Wetten bedeutet, ist nicht trivial. Sand ist die langsamste Belagsart, die Ballwechsel sind länger, Aufschlagvorteile schrumpfen. Buchmacher reagieren darauf, indem sie Handicap-Linien für Herren weiter fassen als für Damen, weil bei den Herren drei Sätze die Regel sind und Comebacks wahrscheinlicher werden. Wer auf einen klaren Favoriten setzt, sollte wissen, dass Nadal 14-mal in Paris gewonnen hat, Evert bei den Damen sieben Titel hält – Ausreißer nach oben, an denen sich die aktuellen Quoten messen lassen müssen.
Die 2026er-Ausgabe lief vom 24. Mai bis 7. Juni 2026. Das Herreneinzel gewann Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli, das Dameneinzel Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Das Gesamtpreisgeld lag bei 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr; die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2.800.000 €. Wer eine Siegwette auf Zverev oder Andrejewa hielt, wurde vor Turnierende ausbezahlt – die Wetten sind abgerechnet, die Quoten längst Makulatur.
Die Ausgabe 2027 ist derzeit noch ohne offiziellen Spielplan, folgt aber dem üblichen Rhythmus: Qualifikation beginnt eine Woche vor Hauptfeldstart, Hauptfeld Anfang bis Mitte Mai, Finale Anfang Juni. Wer jetzt einen Buchmacher auswählt, sollte darauf achten, dass Tennis ganzjährig im Programm bleibt – ATP-Tour, WTA-Tour, Challenger, ITF – und die Grand-Slam-Berichterstattung nicht erst im Mai zusammengesteckt wird.
Wettmärkte auf Grand-Slam-Turniere im Detail
Wer zum ersten Mal auf Tennis setzt, sieht auf dem Wettschein mehr Optionen, als der Begriff „Siegwette“ vermuten lässt. Drei Kategorien prägen das Angebot.

Siegwetten und Turniersieger
Die einfache Siegwette ist der Einstieg: Wer gewinnt das Match? Quote auf Spieler A, Quote auf Spieler B, fertig. Wer vor Turnierbeginn auf den Gesamtsieger setzt, wettet auf 127 Herren oder 96 Damen, je nach Qualifikations- und Hauptfeldgröße, und die Quote ist entsprechend hoch. Ein Außenseiter, der das Turnier tatsächlich gewinnt, zahlt das Dreißig- bis Fünfzigfache des Einsatzes, ein klarer Favorit zwischen 1,10 und 1,40. Buchmacher passen die Turniersieger-Quoten während des Turniers täglich an, spätestens nach jeder Runde.
Satzwetten und Satzwetten mit Handicap
Eine Satzwette ist eine Match-Prognose auf das exakte Satzergebnis, 2:0, 2:1, 3:0, 3:1, 3:2 bei den Herren. Wer auf einen klaren Favoriten setzt, wettet mit der Wette 2:0 gleichzeitig darauf, dass es keinen dritten Satz gibt. Handicap-Wetten verschieben die Linie: Spieler A gewinnt mit −1,5 Sätzen, Spieler B bekommt +1,5 Sätze gutgeschrieben. Das ist das Tennis-Äquivalent zur asiatischen Handicap-Linie im Fußball: Wer mit Favorit und Handicap spielt, braucht einen klaren Zwei-Satz-Vorsprung bei den Damen oder Drei-Satz-Vorsprung bei den Herren, um zu gewinnen. Umgekehrt winkt beim Außenseiter mit Handicap eine niedrige Quote auf den Fall, dass er einen Satz holt.
Diese Märkte sind gerade bei den French Open spannend, weil der Modus drei Sätze bei den Herren vorsieht. Ein Satzverlust des Favoriten ist häufiger als bei den Damen, weshalb die Handicap-Linien bei den Herren weiter laufen. Die Wette „Zverev −1,5 Sätze“ gewinnt nur bei einem 3:0 oder 3:1. Wer die Sandplatz-Statistik nicht kennt, übersieht leicht, dass auch auf Sand die meisten Top-Matches in drei Sätzen entschieden werden – die Wette ist dann trotz klarer Favoritenquote oft verloren.
Über/Unter-Spiele und Tiebreak-Wetten
Über/Unter-Wetten gibt es auch im Tennis: Wie viele Spiele werden im Match insgesamt gespielt? Die Linie liegt bei Grand-Slam-Matches der Herren meist bei 37,5 oder 38,5 Spielen, bei den Damen bei 20,5 oder 21,5. Wer auf „über 38,5“ setzt, geht davon aus, dass es in die Verlängerung geht, also drei oder mehr Sätze. Tiebreak-Wetten sind enger gefasst: Gibt es im ersten Satz einen Tiebreak, ja oder nein? Quote knapp über 2,00 auf beiden Seiten, weil bei ausgeglichenen Matches Tiebreaks selten sind.
Livewetten auf den nächsten Satz
Livewetten auf den nächsten Satz sind in Deutschland erlaubt, weil der nächste Satz eine „seltene Komponente“ im Sinne von § 21 Abs. 4 GlüStV ist. Livewetten auf den nächsten Punkt oder das nächste Spiel sind es nicht. Wer live auf das Match setzen will, bekommt also einen Satz-für-Satz-Markt angeboten, mit Quoten, die sich nach jedem Spielstand anpassen, aber keinen Point-für-Point-Markt. Diese Einschränkung trennt das deutsche Livewetten-Angebot von dem, was Buchmacher im EU-Ausland zeigen, und sie ist einer der Gründe, warum deutsche Whitelist-Anbieter in der Live-Berichterstattung dünner wirken als ihre ausländischen Pendants.
Was die Buchmacher vom Preis abziehen: Marge und Quotenschlüssel
Jede Wettquote enthält eine Marge, das ist der Anteil, den der Buchmacher pro eingesetztem Euro einbehält, bevor er überhaupt auszahlt. Wer das ignoriert, vergleicht Äpfel mit Birnen, denn eine Quote von 2,00 auf beiden Seiten ist nicht dasselbe wie 1,90 auf beiden Seiten.
Die Berechnung ist im Kern einfach. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit den Quoten 1,90 und 1,90 ergibt sich:
Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 94,99 %
Die Marge ist 100 % minus Auszahlungsquote, also rund 5 %. Das heißt: Von jedem Euro, der insgesamt auf diesen Markt gesetzt wird, zahlt der Buchmacher im langfristigen Mittel knapp 95 Cent als Gewinne aus und behält 5 Cent. Bei einer Quote von 1,85 und 1,85 steigt die Marge bereits auf knapp 8 %, bei 1,80 und 1,80 auf über 11 %. Große Favoritenquoten sind besonders margenstark: Eine Quote von 1,20 gegen 4,50 ergibt eine Auszahlungsquote von etwa 90 % und damit 10 % Marge.
Bei einem Drei-Wege-Markt – Sieger, Satzführung, Satzwette – ist die Rechnung dieselbe, nur mit drei Summanden. Bei einem Grand-Slam-Hauptfeld mit 127 Herren addieren sich 127 Summanden; die Auszahlungsquote liegt dann oft unter 70 %, die Marge über 30 %. Turniersieger-Wetten sind die margenstärksten Märkte, die ein Buchmacher anbietet, weil die meisten Spieler ihre Quoten nur überfliegen.
Für die Praxis heißt das: Bei einem Markt mit 1,90/1,90 verliert der Leser auf lange Sicht 5 Cent pro 1 € Einsatz. Bei einem Turniersieger-Markt mit 30 Spielern verliert er 30 Cent und mehr. Wer Tennis-Wetten nur als Freizeitbeschäftigung begreift, akzeptiert das. Wer Tennis-Wetten als Einnahmequelle versteht, hat gegen den Buchmacher einen eingebauten Nachteil, der mit Auswahl und Timing nicht vollständig aufgehoben werden kann.
Der Spielplan als Wettrhythmus
Drei Phasen prägen den Wettkalender bei den French Open.
Qualifikation. Die Qualifikation beginnt etwa eine Woche vor dem Hauptfeld und bringt Spieler ins Hauptfeld, die in der Weltrangliste weiter hinten stehen. Wetten auf Qualifikationsmatches sind verfügbar, oft aber mit höherer Marge, weil die Datengrundlage dünner ist. Wer auf Qualifikanten setzt, sollte die Livewetten im Auge behalten – sie sind hier margenärmer, weil die Buchmacher vorsichtiger kalkulieren.
Hauptfeld erste Woche. Erste und zweite Runde, alle 128 Plätze im Herren- und Dameneinzel. Hier öffnen die Buchmacher die Turniersieger-Märkte mit niedrigen Margen, um Volumen einzusammeln, und schließen sie im Laufe des Turniers. Quoten werden täglich aktualisiert, teils mehrmals täglich, sobald ein Favorit verliert.
Zweite Woche. Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, Finale. Die Quoten konzentrieren sich auf das, was noch übrig ist, vier bis acht Herren, vier bis acht Damen. Satzwetten werden dominanter, weil Spielverlauf und Matchhistorie jetzt in die Buchmacher-Modelle einfließen. Livewetten auf den nächsten Satz sind in dieser Phase am stabilsten, weil die Spieler bekannt sind und die Sätze länger dauern.
Wer seinen Wetteinsatz plant, sollte zwischen Hauptfeld-Eröffnung und Achtelfinale setzen, weil die Marge auf Sieger- und Turniersieger-Märkten dort am niedrigsten ist. Wer spät setzt, bekommt bessere Quoten auf die verbliebenen Spieler, aber zu welchen Konditionen der Buchmacher seine Linie anpasst, ist nicht öffentlich. Wer früh setzt, hat niedrigere Quoten, aber mehr Daten.
Die Rechtslage: Wer in Deutschland wetten darf
Tennis-Wetten sind in Deutschland grundsätzlich erlaubt, aber nur bei Anbietern, die eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder haben. Die GGL (Sitz in Halle an der Saale) ist seit 1. Juli 2021 die zentrale Aufsichtsbehörde für Glücksspiel im Internet, erteilt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV und führt die sogenannte Whitelist, eine öffentliche Liste aller erlaubten Anbieter (§ 9 Abs. 8 GlüStV). Stand 2. Oktober 2026 listet die Whitelist 30 Einträge, davon 27 mit einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Anbieter.

Wichtig für den Leser: Die Whitelist führt Domains, also die Internetadresse unter der gewettet wird, nicht die Marke oder die Holdinggesellschaft. Eine Marke kann auf der Whitelist stehen, ihre zugehörige Casino- oder Poker-Plattform aber eine andere Erlaubnis haben oder gar keine. Wer auf „Anbieter X“ setzt, sollte prüfen, ob die Domain, auf der er wettet, auf der Whitelist steht, nicht die Marke, die er im TV sieht.
Die Whitelist trägt kein Enddatum, nur das Datum der Ersterlaubnis und der Folgerlaubnis. Eine Ersterlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, eine Folgeerlaubnis ebenfalls. Praktisch bedeutet das: Wer auf der Whitelist steht, ist aktuell erlaubt; wer fehlt, ist es nicht. Die GGL aktualisiert die Liste laufend, eine Momentaufnahme ist immer nur so aktuell wie das Datum, an dem sie abgerufen wurde.
Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt, darunter namentlich „Platincasino“. Die Warnung gilt sinngemäß für jeden Anbieter ohne deutsche Erlaubnis: Die Malta-Lizenz, die Curaçao-Lizenz und die Anjouan-Lizenz haben in Deutschland keine rechtliche Wirkung. Spieler, die bei einem solchen Anbieter wetten, sind nicht strafbar, der Anbieter schon (§ 285 StGB sieht bis zu sechs Monate Freiheitsstrafe oder Geldstrafe für die Teilnahme vor). Die zivilrechtliche Frage, ob der Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen muss, ist seit Juli 2024 beim Europäischen Gerichtshof anhängig: Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23); der Generalanwalt hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich, dass Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verpflichtet werden können, mit Ausnahme der Fälle, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist eine Tendenz, keine Garantie, und der EuGH kann dem Generalanwalt widersprechen.
Wer einen Anbieter außerhalb der Whitelist nutzt, hat zudem keinen Zugriff auf das OASIS-Sperrsystem (das bundesweite Spielersperrsystem), kein LUGAS-Limit (die zentrale Limit- und Aktivitätsdatei der GGL, die Einzahlungslimits und Parallelspiel überwacht) und keine deutsche Aufsicht. Konkret heißt das: höhere Einzahlungslimits, kein automatisierter Schutz vor zu viel Spiel, im Streitfall keine deutsche Schlichtungsstelle.
Was auf der Whitelist steht und was die Bedingungen sind
Die GGL-Whitelist führt für jeden Anbieter den Domain-Namen, die hinterlegte Betreiberfirma und das Datum der Erlaubnis. Für die hier verglichenen Anbieter gilt:
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Interwetten | GGL Whitelist – Inhaber Interwetten Gaming Limited (Sliema, Malta) | 02.11.2020 |
| ODDSET | GGL Whitelist – Inhaber ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Sportingbet | GGL Whitelist – Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | GGL Whitelist – Inhaber Torro Tec Limited (Malta) | 30.06.2021 |
| AdmiralBet | GGL Whitelist – Inhaber Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| Winamax | GGL Whitelist – Inhaber WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| bet-at-home | GGL Whitelist – Inhaber Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| DAZN Bet | GGL Whitelist – Inhaber DZBT Operations Limited (Zebbug, Malta) | 22.08.2023 |
| 888sport | GGL Whitelist – Inhaber 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| NEO-bet | GGL Whitelist – Inhaber Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
Eine Folgeerlaubnis nach § 4c Abs. 1 GlüStV (fünf Jahre Laufzeit) haben alle genannten Anbieter erhalten, die meisten zwischen Dezember 2022 und Juli 2024. Die Whitelist trägt kein Enddatum, deshalb steht hier auch keines. Wer „läuft bis …“ lesen will, findet die Antwort in den Erlaubnis-Bescheiden der GGL, die auf Anfrage teilweise öffentlich sind – die Whitelist selbst schweigt dazu.
Was die Tabelle nicht zeigt: Jeder Anbieter hat eigene Geschäftsbedingungen, eigene Bonusregeln, eigene Auszahlungswege. Die Lizenz ist die Eintrittskarte in den deutschen Markt, aber sie garantiert weder die niedrigste Marge noch die schnellste Auszahlung. Wer die Lizenz als einziges Auswahlkriterium nimmt, vergibt Optimierungspotenzial.
Was der Markt von den Anbietern fordert
Die GlüStV 2021 setzt den Anbietern enge Grenzen. Wer auf Tennis wettet, sollte diese Regeln kennen, weil sie das Wettangebot prägen, das er zu sehen bekommt.
Altersgrenze und Verifikation. Teilnahme ab 18 Jahren, ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifikation. Vor der Verifikation darf ein Anbieter das Konto für maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € freischalten, Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich.
Einzahlungslimit. Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf einem einzelnen Spieler ein höheres Limit einräumen, bis zu 10.000 €, wenn ein wirtschaftlicher Leistungsnachweis vorliegt; zwischen 10.000 € und 30.000 € dürfen höchstens ein Prozent der aktiven Spieler erhalten. Eine Selbstauskunft reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.
Livewetten. Erlaubt während eines laufenden Events nur auf das Gesamtergebnis oder auf seltene Komponenten wie das nächste Tor oder den nächsten Satz. Im Tennis: nächster Satz erlaubt, nächster Punkt nicht, nächstes Spiel nicht, nächster Tiebreak nicht. Wer aus dem Ausland Buchmacher kennt, die Point-für-Point-Livewetten anbieten, wird in Deutschland eine deutlich schmalere Auswahl sehen.
Parallelspiel. Verboten (§ 6h GlüStV). Ein Spieler darf nicht dasselbe Match bei zwei Anbietern gleichzeitig wetten. Die LUGAS-Aktivitätsdatei erkennt das.
OASIS und Panikbutton. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und Login abgefragt wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Beide Systeme gelten nur für Anbieter auf der Whitelist, Offshore-Anbieter sind nicht angeschlossen.
Zahlungen. Nur von einem Zahlungskonto, das auf den Namen des Spielers lautet, bei einem Institut, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel, also Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten, sind ausgeschlossen. Die Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Sportwettensteuer. 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer selbst“ (§§ 17, 18 RennwLottG), also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter, nicht vom Spieler. Ob und wie der Anbieter sie an den Spieler weitergibt, ist seine Entscheidung. Wer eine Wette mit 100 € Einsatz und Quote 2,00 abschließt, bekommt auf der Rechnung 200 € Bruttogewinn, davon gehen je nach Anbieter 5,3 % oder 0 % Steuer ab. Die Faustregel: Wer 5,3 % auf der Abrechnung findet, zahlt die Steuer direkt; wer 0 % liest, bekommt sie vom Anbieter erstattet; wer sie gar nicht findet, sollte im Kleingedruckten nachschauen, denn sie wird immer fällig, die Frage ist nur, wer sie zahlt.
Werbung. Sportwetten-Werbung darf keine aktiven Sportler oder Funktionäre zeigen, keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung desselben Events auf demselben Kanal, und keine Affiliate-Vergütung, die an Umsatz, Einzahlung oder Einsatz hängt. Der 6-bis-21-Uhr-Bann, der für Slots, Online-Poker und Online-Casino gilt, gilt nicht für Sportwetten. Boni sind erlaubt, der GlüStV schreibt weder Höchstbetrag noch Mindestquote vor; was ein Anbieter anbietet, steht in seinen Bedingungen.
Anbieter im Vergleich: Was die Whitelist-Anbieter für Tennis-Wetter bieten
Die folgenden zehn Anbieter stehen auf der Whitelist und bieten Tennis-Wetten an. Die Reihenfolge ist alphabetisch, kein Ranking.
Interwetten
Interwetten steht mit der Interwetten Gaming Limited in Sliema, Malta, auf der Whitelist, Ersterlaubnis seit 2. November 2020. Das Angebot umfasst die üblichen Tennis-Märkte von ATP über WTA bis Challenger und ITF, dazu Grand-Slam-Spezialwetten während der French Open. Livewetten auf den nächsten Satz sind verfügbar. Interwetten ist ein etablierter Anbieter mit langer Historie, der sein Tennis-Programm auch außerhalb der Grand-Slam-Wochen füllt.
ODDSET
ODDSET wird von der ODDSET Sportwetten GmbH betrieben, die ihre Erlaubnis vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022 erhalten hat, Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle. ODDSET gehört zur Lotto-Familie und ist besonders im stationären Vertrieb stark, hat aber in den letzten Jahren sein Online-Angebot ausgebaut. Tennis ist im Programm, allerdings traditionell nicht so breit wie bei reinen Online-Anbietern. Für Leser, die einen Anbieter mit deutscher Verwurzelung suchen, ist ODDSET die naheliegende Wahl.
Sportingbet
Sportingbet wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited geführt, Whitelist-Eintrag seit 9. Oktober 2020. Das Sportwetten-Angebot umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker, dazu einen „Konfigurator+“, mit dem sich eigene Kombiwetten auf ein einzelnes Match zusammenstellen lassen. Live-Wetten sind verfügbar. Der Konfigurator ist vor allem für Leser interessant, die nicht auf vorgegebene Märkte setzen, sondern sich ihre Linie selbst kombinieren möchten.
Tiptorro
Tiptorro wird von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta betrieben, Whitelist-Eintrag seit 30. Juni 2021. Die Tiptorro-App ist im App Store gelistet und beschreibt sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Tennis ist im Standardprogramm enthalten. Tiptorro positioniert sich als mobile-first-Anbieter und richtet sich an Leser, die unterwegs setzen wollen.
AdmiralBet
AdmiralBet wird von der Greentube Betting Malta Limited betrieben, Whitelist-Erlaubnis seit 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Die Whitelist führt AdmiralBet mit drei Erlaubnis-Daten, was auf eine in Etappen erweiterte Genehmigung hindeutet. Für virtuelle Automatenspiele auf der zugehörigen slots-Plattform besteht eine eigene Erlaubnis seit 28.09.2022. Tennis ist im Wettprogramm, die Marke stammt aus dem österreichischen Automatengeschäft und ist in Deutschland über den Sportwetten-Arm präsent.
Winamax
Winamax wird von der WINAMAX (Société anonyme) betrieben, Whitelist-Eintrag seit 29. Juni 2021. Winamax bewirbt im Footer „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und beruft sich dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Wer Tennis-Quoten vergleicht, sollte diese Zahl im Hinterkopf behalten: 45 % heißt nicht 100 %, und die übrigen 55 % der Spiele führen andere Anbieter an. Dazu bietet Winamax mit „Winamax TV“ Live-Streams von allen vier Grand-Slam-Turnieren, allen ATP- und WTA-Turnieren sowie La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie, MLS, NBA und NFL direkt im Kundenkonto an – für Tennis-Wetter, die nicht zwischen Stream und Wettschein wechseln wollen, ist das ein deutlicher Mehrwert.
bet-at-home
bet-at-home wird von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben, Whitelist-Erlaubnis seit 2. November 2020, Folgeerlaubnis vom 22.12.2022, eigene Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit 28.12.2022. bet-at-home ist eine Marke mit langer Online-Geschichte, das Tennis-Angebot umfasst die Standard-Touren und Grand-Slam-Turniere. Die Marke wirkt im Vergleich zu spezialisierten Tennis-Buchmachern etwas generischer, ist aber zuverlässig aufgestellt.
DAZN Bet
DAZN Bet wird von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta, betrieben, Whitelist-Erlaubnis seit 22. August 2023. DAZN Bet ist die jüngste Erlaubnis im Vergleichsfeld und profitiert von der Marke DAZN, die im Sport-Streaming etabliert ist. Tennis ist im Programm, der Name weckt Erwartungen an ein integriertes Streaming-Erlebnis. Wer DAZN bereits nutzt, wird die Verzahnung schätzen; wer kein DAZN-Kunde ist, sieht einen normalen Online-Buchmacher.
888sport
888sport wird von der 888 Germany Limited betrieben, Whitelist-Erlaubnis seit 30. Juni 2021. Die 888-Gruppe gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die seit September 2005 an der Londoner Börse notiert ist. 888sport ist die Sportwetten-Marke eines größeren Glücksspielkonzerns, der auch Casino und Poker betreibt. Tennis ist im Wettangebot, die Marke ist international bekannt, der deutsche Auftritt entsprechend lokalisiert.
NEO-bet
NEO-bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben, Whitelist-Erlaubnis seit 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. NEO-bet positioniert sich als Anbieter für den deutschsprachigen Markt mit Fokus auf Fußball und Tennis. Das Tennis-Programm umfasst die Standard-Touren, Live-Wetten sind verfügbar. Für Leser, die einen Anbieter mit klarer DACH-Ausrichtung suchen, ist NEO-bet eine Option.
Was die Auswahl kostet
Wer zwischen diesen zehn Anbietern wählt, sollte drei Dinge vergleichen, nicht nur die Lizenz. Erstens: die Marge auf den Standardmärkten. Sie schwankt zwischen 4 und 7 % bei den großen Buchmachern, in den Nischenmärkten und bei Außenseitern höher. Wer Tennis-Wetten ernst nimmt, vergleicht die Quoten vor jeder Wette, nicht einmal im Jahr. Zweitens: das Livewetten-Angebot. Wer auf den nächsten Satz setzen will, sollte prüfen, ob der Anbieter während des Grand-Slam-Turniers überhaupt Satzwetten live anbietet, nicht nur Pre-Match. Drittens: die Bonus- und Auszahlungsbedingungen. Die GlüStV schreibt keine Mindestquote und keinen maximalen Bonus vor; was ein Anbieter fordert, steht in seinen AGB. Wer einen Bonus annimmt, sollte wissen, dass eine Mindestquote von 1,80 auf 20 Wetten à 50 € den Umsatz verdoppelt, nicht den Gewinn.
Was Spieler selbst in der Hand haben: Schutz und Budget
Tennis-Wetten sind Unterhaltung mit einem eingebauten Verlust, der sich aus der Marge ergibt. Wer das akzeptiert, kann mit den richtigen Werkzeugen das Risiko eingrenzen.
Monatliches Einzahlungslimit. 1.000 € über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über LUGAS. Wer mehr setzen will, muss einen wirtschaftlichen Nachweis erbringen, der vom Anbieter geprüft wird. Das ist kein Bonus, den man sich holt, sondern eine Hürde, die man nehmen muss. Die Senkung greift sofort, die Erhöhung erst nach sieben Tagen. Wer eine schwache Phase hat, sollte das Limit senken, nicht erhöhen.
OASIS-Sperre. Wer sich selbst sperren lässt, kann bei keinem Whitelist-Anbieter mehr spielen, bis die Sperre abläuft, mindestens drei Monate bei benannter Frist, sonst mindestens ein Jahr. OASIS prüft bei Registrierung und Login; wer gesperrt ist, wird abgewiesen. Die Sperre gilt nur für Anbieter auf der Whitelist, Offshore-Anbieter sind nicht angeschlossen – wer sich selbst sperren lassen will, sollte auch die Versuchung meiden, sich bei einem nicht-lizenzierten Anbieter anzumelden.
Panikbutton. Ein Klick im Konto sperrt es für 24 Stunden. Wer beim Spielen merkt, dass er die Kontrolle verliert, sollte den Button drücken, nicht „noch eine Wette“ platzieren. 24 Stunden reichen oft, um die Situation neu zu bewerten.
Reality Check. Anbieter auf der Whitelist müssen regelmäßig anzeigen, wie lange der Spieler schon spielt und wie viel er gewonnen oder verloren hat. Wer diese Anzeige ignoriert, ignoriert die einzige Information, die der Anbieter liefern muss.
Einzahlung pro Anbieter. Das 1.000-€-Limit gilt kumulativ über alle Anbieter. Wer 500 € bei Anbieter A und 500 € bei Anbieter B einzahlt, hat sein Limit erreicht. Die LUGAS-Datei erkennt das und blockiert die nächste Einzahlung über 1.000 €. Wer das Limit umgehen will, indem er mehrere Konten anlegt, verstößt gegen § 6h GlüStV (Parallelspiel) und riskiert die Sperre auf allen Konten.
Wettsteuer. Die 5,3 % zahlt der Anbieter an das Finanzamt. Wie er sie weitergibt, ist seine Entscheidung, sie fließt aber in jede Wette ein. Wer 100 € Einsatz bei Quote 2,00 setzt, bekommt 200 € Bruttogewinn ausbezahlt; ob davon 5,3 % abgezogen werden oder nicht, hängt vom Anbieter ab. Winamax wirbt mit 0 %, andere ziehen den vollen Betrag ab. Die Entscheidung ist mathematisch: Wer 0 % bekommt, hat 5,3 % mehr auf jeder Wette, langfristig relevant.
Budgetregel. Wer mit 50 € pro Wette und fünf Wetten pro Grand-Slam-Turnier plant, gibt 250 € aus. Wer mit 20 € und zehn Wetten plant, gibt 200 € aus, hat aber kleinere Schwankungen. Beides ist im 1.000-€-Limit, beides ist im Rahmen. Wer mit 500 € pro Wette plant, hat nach zwei Wetten 1.000 € umgesetzt und sollte sich fragen, ob das noch Unterhaltung oder schon ein Problem ist.
Was es kostet, Tennis zu spielen – und was es kostet, es zu wetten
Der Unterschied zwischen Preis und Kosten ist im Tennis-Wetten entscheidend. Der Preis ist die Quote, das, was der Buchmacher auszahlt. Die Kosten sind Marge plus Wettsteuer plus das, was der Spieler an Disziplin verliert, wenn er hinterherläuft.
Beispiel: Eine Wette 100 € auf Zverev mit Quote 1,90, fällig im Halbfinale der French Open. Bruttogewinn 190 €. Bei 5 % Marge hat der Buchmacher im Vorfeld auf dieses Match rund 5 € eingepreist, bei 8 % Marge rund 8 €. Bei 5,3 % Wettsteuer (vom Anbieter eingezogen) verbleiben 179,93 €. Bei 0 % Wettsteuer (vom Anbieter erstattet) verbleiben 190 €. Auf eine Einzelwette ist der Unterschied 10 €, auf eine 20-fach-Kombiwette mit denselben 100 € Einsatz summiert sich der Effekt, weil die Margen der einzelnen Beine multipliziert werden.
Bei einer 20-fach-Kombiwette mit 100 € Einsatz und einer angenommenen Auszahlungsquote von 92 % pro Bein (8 % Marge) ergibt sich eine kumulierte Auszahlungsquote von 0,92 hoch 20, also rund 19 %. Die Wette muss also eine Quote von etwa 5,26 erreichen, nur damit der Spieler im langfristigen Mittel seinen Einsatz zurückbekommt. Buchmacher werben mit „20-fach-Kombi Quote 5.000“, aber die Auszahlungsquote liegt real bei 15 bis 20 %, der Rest ist Marge. Wer Kombiwetten spielt, spielt gegen eine Mauer, die mit jeder Auswahl höher wird.
Wie sich Livewetten auf den nächsten Satz verhalten
Livewetten sind in Deutschland erlaubt, aber eingeschränkt. § 21 Abs. 4 GlüStV lässt sie nur auf das Gesamtergebnis oder auf seltene Komponenten zu. Im Tennis ist der nächste Satz eine solche seltene Komponente, der nächste Punkt nicht. Konkret heißt das:
Verfügbar während eines laufenden Matches: Wette auf den Sieger des nächsten Satzes, Wette auf das Gesamtergebnis des Matches. Nicht verfügbar: Wette auf den Sieger des nächsten Spiels, Wette auf den Sieger des nächsten Punkts, Wette auf den Sieger des nächsten Tiebreaks, Wette darauf, ob der nächste Aufschlag ein Ass wird. Wer aus dem Ausland Buchmacher kennt, die Point-für-Point-Livewetten anbieten, sieht in Deutschland eine deutlich reduzierte Auswahl.
Die Quoten bei Livewetten auf den nächsten Satz passen sich nach jedem Spielstand an, oft in Sekunden. Wer auf Zverev im ersten Satz bei 0:1-Rückstand wettet, bekommt eine andere Quote als bei 3:2-Führung. Das ist der Vorteil von Livewetten: Die Buchmacher-Modelle sind auf den historischen Satzverlauf kalibriert, ein Rückstand im ersten Satz bedeutet nicht das Match-Ende, die Quote auf den Satzverlust steigt, auf den Satzausgleich sinkt sie.
Was bei Spielaufgabe und Match-Abbruch passiert
Ein Match, das nicht zu Ende gespielt wird, ist eine Wette, die nicht zu Ende ausgewertet wird. Die Anbieter regeln das in ihren AGB, und die Regeln sind unterschiedlich.
In der Regel gilt: Wird ein Match vor Beginn abgesagt, wird die Wette storniert, der Einsatz zurückgezahlt. Wird ein Match während des ersten Satzes abgebrochen, wird die Wette auf den Sieger des Matches storniert; Wette auf den Sieger des Satzes wird ausgewertet, wenn der Satz entschieden war. Wird ein Match im zweiten oder dritten Satz abgebrochen und ein Spieler hat bereits zwei Sätze gewonnen, wird die Match-Wette auf den Sieger ausgewertet, weil das Ergebnis feststeht; die Satzwette auf den zweiten Satz wird ausgewertet, wenn der Satz entschieden war, sonst storniert.
Aufschiebung auf den nächsten Tag wird in der Regel wie ein fortgesetztes Match behandelt, die Wette läuft weiter. Verschiebung um mehrere Tage oder ein Wechsel des Spielorts kann zur Stornierung führen, je nach Anbieter. Wer live wettet, sollte die Regeln vor Turnierbeginn lesen, nicht erst wenn ein Spieler aufgibt.
Häufige Fragen zu French Open Wetten
Wer gewann die French Open 2026 im Herren- und im Dameneinzel?
Das Herreneinzel 2026 entschied Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli für sich, das Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Beide Finals wurden im Stade Roland Garros in Paris ausgetragen, der gesamte Turnierzeitraum lief vom 24. Mai bis 7. Juni 2026. Die French Open 2027 folgt im üblichen Rhythmus Anfang bis Mitte Mai.
Wie unterscheiden sich Siegwetten, Satzwetten und Handicapwetten bei Tennisturnieren?
Die Siegwette ist die einfachste Form: Wer gewinnt das Match, bekommt die Quote. Die Satzwette prognostiziert das exakte Satzergebnis, also 2:0, 2:1, 3:0, 3:1 oder 3:2 bei den Herren, mit entsprechend gestaffelten Quoten. Die Handicapwette verschiebt die Linie: Spieler A bekommt −1,5 Sätze angerechnet, Spieler B +1,5, die Quote passt sich an. Wer auf den Favoriten mit Handicap setzt, braucht einen klaren Zwei- oder Drei-Satz-Vorsprung; wer auf den Außenseiter mit Handicap setzt, gewinnt auch bei einer knappen Niederlage, solange er einen Satz holt.
Welche Livewetten sind während eines Tennismatches in Deutschland erlaubt?
Erlaubt sind Livewetten auf den Sieger des nächsten Satzes und auf den Gesamtsieger des Matches, weil § 21 Abs. 4 GlüStV Livewetten nur auf das Gesamtergebnis oder auf seltene Komponenten zulässt. Der nächste Satz im Tennis gilt als seltene Komponente, der nächste Punkt oder das nächste Spiel nicht. Wer live auf eine Zwischenstufe innerhalb eines Satzes wetten will, findet das Angebot bei deutschen Whitelist-Anbietern nicht.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Siegwette aus Einsatz und Quote, und wie wirkt die Sportwettensteuer?
Die Auszahlung ist Einsatz × Quote, also 100 € × 2,00 ergibt 200 € Bruttogewinn. Die Wettsteuer von 5,3 % wird vom Veranstalter an das Finanzamt gezahlt, der Anbieter entscheidet, ob er sie vom Gewinn abzieht oder erstattet. Bei 5,3 % Abzug verbleiben 190 € × (1 − 0,053) = 179,93 €, bei Erstattung 190 €. Welche Variante der Anbieter wählt, steht in seinen AGB oder im Footer der Seite.
Woran ist auf der GGL-Whitelist zu erkennen, ob ein Anbieter für Tennis eine deutsche Erlaubnis hat?
Die Whitelist der GGL führt für jeden Anbieter den Domain-Namen, die Betreibergesellschaft und das Datum der Ersterlaubnis. Eine Sportwetten-Erlaubnis ist getrennt von einer Casino- oder Poker-Erlaubnis; wer prüfen will, ob ein Anbieter Tennis-Wetten legal anbietet, sucht auf der Whitelist den Eintrag zur exakten Domain, unter der er wettet, und prüft, ob dort „Sportwetten“ als Erlaubnisart eingetragen ist. Die Liste wird laufend aktualisiert, eine Momentaufnahme ist nur so aktuell wie das Datum, an dem sie abgerufen wurde, im Oktober 2026 trägt sie das Datum 2. Oktober.
Was geschieht mit einer Wette, wenn ein Spieler aufgibt oder ein Match abgebrochen wird?
Die meisten Anbieter stornieren die Wette, wenn das Match vor Beginn abgesagt wird. Bei Abbruch im laufenden Match hängt die Auswertung vom Zeitpunkt ab: Eine Match-Wette wird ausgewertet, wenn das Ergebnis feststeht, also wenn ein Spieler zwei Sätze (Damen) oder drei Sätze (Herren) gewonnen hat. Eine Satzwette wird ausgewertet, wenn der Satz entschieden war, sonst storniert. Die genauen Regeln stehen in den AGB des Anbieters und sollten vor Turnierbeginn gelesen werden.
Tennis – wettenzahlungen
Inhalt erstellt vom Team «wettenzahlungen»
